Erstellt am 26. Januar 2016, 05:28

von Daniel Lohninger

Vergleich war einzige Option. Daniel Lohninger über die Einigung im Swap-Rechtsstreit.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Diesem Prinzip dürften Bürgermeister Matthias Stadler und die Verhandler der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien gefolgt sein und haben im stillen Kämmerlein einen Vergleich in der leidigen Swap-Causa ausgehandelt. Über das Ergebnis wurde Stillschweigen vereinbart.


Genaue Zahlen gibt es also vorerst keine, klar ist aber, dass dieser Vergleich keine Sieger kennt. Sowohl Stadt als auch RLB haben damit schwarz auf weiß, dass sie Millionen Euro versenkt haben.

Im gerade anlaufenden Wahlkampf heißt das, dass Stadler noch oft erklären wird müssen, dass der Swap einst nicht nur von der SPÖ beschlossen wurde und der Vergleich der einzig sinnvolle Weg war. Denn als Prozessbeobachter weiß man, dass der Optimismus der Stadt, diesen Prozess zu gewinnen, eher Zweckoptimismus war.

Vor diesem Hintergrund ist ein Vergleich für die St. Pöltner sicher die billigere Lösung. Was diese kostet, darf aber kein Geheimnis bleiben – schließlich ist es unser Steuergeld, mit dem dieser Vergleich bezahlt wird.