St. Pölten

Erstellt am 26. Juli 2016, 07:06

von Daniel Lohninger

Kein Wohnen am Kopal-Areal. Umwidmung des ehemaligen Kasernen-Areals erst 2017 rechtswirksam. Sportanlagen statt Wohnungen.

NÖN

Still ist es in den vergangenen Wochen rund um das Areal der ehemaligen Kopal-Kaserne geworden. Das hat einen guten Grund: Die Hoffnung, dass die geplanten Umwidmungen bereits in diesem Jahr rechtswirksam werden, hat sich mittlerweile zerschlagen. Derzeit geht man im Rathaus davon aus, dass die neue Widmung im nächsten Frühjahr rechtswirksam wird. Grundlage dafür ist ein Entwicklungskonzept, das der Eigentümer – die WSF-Privatstiftung mit Sitz in Wels – gemeinsam mit der Stadt St. Pölten erarbeitet hat.

Vorgesehen ist im Wesentlichen, dass das 30 Hektar große Areal von Sondergebiet-Kaserne auf Bauland-Gewerbegebiet umgewidmet wird. Die einzelnen Parzellen sollen zwischen 3.000 bis 30.000 Quadratmeter groß sein, die bestehenden Hallen werden vermietet.

Wohngebiet wurde ad acta gelegt

Ursprüngliche Pläne, auf einem Teil der Fläche stadteinwärts auch ein Wohngebiet zu entwickeln, sind mittlerweile ad acta gelegt. Aus Lärmschutzgründen wäre dafür ohnehin nur der Nord-Westen des Areals in Frage gekommen. Dieser Bereich wird aber als Grünland-Sport gewidmet. Damit können die ehemaligen Sportanlagen des Bundesheers genutzt und weiterentwickelt werden. „Wie das genau geschehen soll, darüber wird gerade diskutiert“, erklärt Bauamtsleiter Kurt Rameis. Ebenfalls im Laufen sind die Gespräche zwischen Stadt und WSF-Privatstiftung über die Aufschließung des künftigen Betriebsgebietes.

Keine Auswirkungen hat die Umwidmung auf die Nutzung des Areals als Veranstaltungs-Locations. Eigentümervertreter Christian Mitterhauser hatte gegenüber der NÖN bereits mehrfach versichert, dass die Abhaltung von Events und Festivals auch in Zukunft möglich sein werde.

Verkehrslage als wichtiger Faktor

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines zusätzlichen Gewerbeparks in der Stadt seien jedenfalls nicht zuletzt durch die direkte Anbindung an die Westautobahn und die künftige S 34 gut, sind sich Rameis und Mitterhauser einig: „Für die meisten Gewerbebetriebe ist die Verkehrslage für die Standortwahl ein wichtiger Faktor. Diesbezüglich hat das Areal jedenfalls gute Karten.“

Die Vermarktung des Areals – künftig wird es Gewerbepark Kopal heißen – ist bereits angelaufen. Die NÖN-Frage, wie viele Flächen bereits vergeben sind, will man bei der WSF-Stiftung nicht kommentieren.