Erstellt am 26. November 2015, 11:23

von APA/Red

"Kriegsschauplatz Niederösterreich" als Sonderschau. Im Landesmuseum NÖ in St. Pölten thematisiert eine neue Sonderausstellung den "Kriegsschauplatz Niederösterreich" im Lauf der Jahrhunderte.

Das Landesmuseum in St. Pölten mit seinem elegant geschwungenen Vordach ist eines der Meisterbauten von Hans Hollein und wird ab 2017 das Haus der Geschichte beherbergen. Foto: Ralf Roletschek  |  NOEN, Ralf Roletschek
Kuratiert von Elisabeth Vavra werden mit 150 Leihgaben aus 50 Museen und privaten Sammlungen Schicksale von Angst und Leid betroffener Menschen ebenso beleuchtet wie die Entwicklung von Kriegen - zu sehen von Sonntag bis zum 31. Juli 2016.

70 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen, wohl eine der längsten Friedensperioden für das Bundesland, das durch seine Lage an der Donau im Lauf der Geschichte wiederholt ein heiß umkämpfter Raum war. Spuren davon finden sich laut einer Aussendung des Museums überall: als Denkmäler in der Landschaft, als Relikte der Waffentechnik in den Museen und als berührendes schriftliches Gedächtnis in den Archiven.

Auswirkungen und Entwicklung

Jeder Krieg, der Landstriche verheerte und Menschen in Angst und Schrecken versetzte, hatte seine eigenen Waffen. Die Ausstellung zeigt die Auswirkungen und auch die Entwicklung: Der Kampf Mann gegen Mann wurde mehr und mehr durch eine anonymisierte Tötungsmaschinerie ersetzt, der immer größere Teile der Zivilbevölkerung zum Opfer fielen.

Zur Eröffnung am Samstagnachmittag sind laut dem Landespressedienst auch die Grenadiere des k.k. Infanterieregiments Nr. 3 Erzherzog Carl angesagt. Ab 14.00 Uhr steigt ein Kinderprogramm.