Erstellt am 23. Oktober 2015, 05:02

Kritik an zu hohen Kosten für Sporthalle. Laut Optimierungskonzept aus dem Jahr 2011 sollten die Kosten um 25 Prozent verringert werden, was nicht eingehalten wurde.

Schulen und Vereine können die Sporthalle für ihre Zwecke nutzen, die Vereine müssen allerdings dafür bezahlen.  |  NOEN, Moser

Die Kosten der Sporthalle sorgten im Gemeinderat für Diskussionen. Auslöser war der Bericht von Prüfungsausschuss-Obmann VP-Stadtpartei-Chef Wilhelm Schreiber: Der kritisierte, dass das 2011 für die Sporthalle in Auftrag gegebene Optimierungskonzept zur Kostensenkung immer noch nicht umgesetzt sei. „Um 25 Prozent hätten die Kosten verringert werden sollen, das wurde bis jetzt nicht erreicht“, so Schreiber.

"Konzept so kurzfristig nicht durchsetzbar"

Der zuständige SP-Stadtrat Norbert Damböck erklärte: „Man kann das Konzept nicht so kurzfristig durchsetzen, mit der angedachten Teuerung für die Stunden in der Sporthalle ging ein ‚Aufschrei‘ durch die Vereine.“ Angedacht sei für 2012/13 eine Stundenförderung von 50 Prozent gewesen, danach eine Förderung von nur mehr 30 Prozent. Das konnte aber laut Damböck nicht umgesetzt werden – die Stadt wollte die Vereine „nicht so schnell belasten.“

"Entlohnung auf teilweiser Erfolgsbasis"

Was Schreiber außerdem stört, ist die Entlohnung des Projektbeauftragten, der bisher für Sporthallen-Optimierung und Sportfördermodell-Strategie etwa 19.300 Euro erhalten hat. „Ich schlage eine Entlohnung auf teilweiser Erfolgsbasis vor“, so Schreiber. Auch die Stundenaufzeichnungen durch den Hallenwart seien fehler- und lückenhaft. „Es gibt lediglich aus 2010 eine Auflistung mit nachweislich 452 Schulstunden und insgesamt 1.613 Stunden“, wundert sich Schreiber.

Da sieht auch Bürgermeister Rudolf Ameisbichler Handlungsbedarf: „Genauere Aufzeichnungen sind in Zukunft vom Hallenwart zu machen und müssen überprüft werden.“