St. Pölten

Erstellt am 08. Februar 2018, 05:07

von Mario Kern

St. Pölten fixer Kandidat für Shortlist. Nicht nur wegen überschaubarer Konkurrenz sehen die Experten die Landeshauptstadt in der engeren Auswahl.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (BilderBox.com)

Mit gehörigem Selbstbewusstsein gehen Befürworter und Proponenten davon aus, dass St. Pölten im Februar 2019 auf die Shortlist der europäischen Kulturhauptstadt-Jury kommt. Für ein Erreichen der Shortlist spricht letztendlich auch, dass die Konkurrenz überschaubar ist: Zuletzt zog sich Gmunden aus dem Salzkammergut-Projekt rund um Bad Ischl zurück. In Vorarlberg machte Bregenz einen Rückzieher.

Entscheidung des Landes Vorarlberg soll erst im Frühjahr fallen

Das Land verkündete noch keine Unterstützung der verbliebenen Gemeinden rund um Dornbirn, die weiterhin eine Bewerbung erwägen. Eine Entscheidung des Landes Vorarlberg soll erst im Frühjahr fallen. Judenburg verabschiedete sich derweil aus dem Projekt Obersteiermark West, Salzburg liebäugelt noch mit einer Bewerbung. Fix ist als Bewerber neben St. Pölten derzeit nur Bad Ischl mit dem Ausseerland.

„Klar ist, dass der erst vor wenigen Jahren eingeführte Wettbewerb mit der abschließenden Entscheidung durch die europäische Jury dafür gedacht ist, dass sich Städte um die besten Ideen duellieren“, betont Jakob Redl, Projektmanager der St. Pöltner Bewerbungsgesellschaft, dass das den Bewerbungsprozess belebe und die öffentliche Debatte forciere. Die „mutige und innovative“ St. Pöltner Bewerbung werde aber unabhängig von den Entwicklungen der Mitbewerber erarbeitet. „Damit wollen wir die Jury überzeugen.“

Vorbereitung für Bewerbung läuft

Seit dem Auftakt im Dezember wird mit Hochdruck an der Bewerbung gearbeitet: Für die Einreichung und auch die städtische Kulturstrategie führen Redl und Geschäftsführer Michael Duscher laufend Gespräche mit Vertretern der Kulturszene, der Wirtschaft, von Bildungs- und Tourismuseinrichtungen. „Zudem haben wir die Arbeit mit unseren Visionären gestartet und analysieren bereits vorliegende Strategien, Leitbilder, Weißbücher von Stadt und Land als Grundlage für die nächsten Schritte“, erklärt Redl.

Vertreter der Gesellschaft, der Stadt und der Plattform KulturhauptStart nahmen zuletzt an einem Workshop des Bundeskanzleramtes für interessierte Städte teil. „Hier ging es um die Partizipation im Bewerbungs- und Vorbereitungsprozess.“

Demnächst auf der Agenda haben Duscher und Redl eine gemeinsame Veranstaltung mit der Plattform KulturhauptStart. Außerdem wollen sie weitere Visionäre für die Ideenfindung gewinnen – zum Startteam der „Visionary Advisors“ stieß zuletzt die erfolgreiche St. Pöltner Designerin Helene Steiner.