Erstellt am 14. Juli 2016, 05:56

von Mario Kern

Individuelle Ideen für gemeinsames Ziel. Stadt und Initiativen arbeiten jeweils an Konzepten. Kremser Bürgermeister kann sich gemeinsame Bewerbung vorstellen.

zVg

Der Zentralraum mit St. Pölten und Krems sei eine „prädestinierte Region“, spricht sich jetzt auch der Kremser Bürgermeister Reinhard Resch für die Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt aus. „Wenn, dann stemmen wir dieses Jahrhundertprojekt nur mit vereinten Kräften.“

Damit schließt er sich der Ansicht von St. Pöltens Stadtchef Matthias Stadler an. Dieser betont auf NÖN-Anfrage, er und andere Bürgermeister wollten sich nun Zeit nehmen, um „sich Gedanken zu machen, was die Region ausmacht und wie ein gemeinsames Alleinstellungsmerkmal aussehen könnte“.

„Komitee ist eine wertvolle Ergänzung“

Das Vorhaben Michaela Steiners, ein Proponenten-Komitee ins Leben zu rufen (die NÖN berichtete exklusiv), sieht Stadler als wertvolle Ergänzung zu den eigenen Überlegungen. „Es ist ganz wichtig, dass auch die heimische Künstlerschaft ein offizielles Bekenntnis zur Kulturhauptstadt ablegt und sich mit dem Thema einer möglichen Bewerbung auseinandersetzt.“ Er würde aber beide Bestrebungen vorerst nicht bündeln und sehen, was sich in den nächsten Monaten entwickelt, so Stadler.

Denselben Ansatz verfolgen die Teilnehmer der Talkrunde im Vinzenz Pauli (die NÖN berichtete), die vorerst die Politik nicht ins Boot holen, sondern Initiativen einbinden, Ideen für Konzepte sammeln und weiter diskutieren wollen.