Erstellt am 03. Mai 2016, 06:15

von Alex Erber

Kunde in Rage: Frau griff zum Pfefferspray. Tschetschene hatte an Tankstelle zu wenig Geld für Zigaretten: Er prügelte den Lebensgefährten der Verkäuferin spitalsreif.

 |  NOEN, APA

Zu brutalen Szenen ist es in der Vorwoche an einer Tankstelle im Stadtgebiet gekommen. Ein Tschetschene hatte zuvor im Verkaufsshop eine Packung Zigaretten bestellt. Kaufpreis: 5,50 Euro. Das Problem: Der Mann hatte um 50 Cent zu wenig eingesteckt. Die Verkäuferin bot ihm daraufhin an, eine andere Marke zu wählen, die billiger ist. Doch der Kunde bestand auf „seiner“ Zigaretten-Marke.

Streit um ein "Packerl" Zigaretten der "falschen" Marke

Weil ihm die Verkäuferin die Packung nicht aushändigte, soll der Gast ein verbales Scharmützel angezettelt haben. Als es zu entgleisen drohte, griff der zufällig anwesende Lebensgefährte der Frau ein und wollte den Tschetschenen besänftigen. Es blieb beim Versuch, den er besser unterlassen hätte. Denn wie aus heiterem Himmel soll sich der Tobende auf den Mann gestürzt und ihn zu Boden gerissen haben. Dann soll er dem Wehrlosen einen Fußtritt nach dem anderen verpasst haben – gegen den Unterleib, den Kopf, die Brust. Die geschockte Verkäuferin alarmierte die Polizei und verpasste dem Angreifer danach eine Ladung Pfefferspray.

Als die Exekutive eintraf, wurde der mutmaßliche Täter neuerlich rabiat. Auch die Ordnungshüter mussten Pfefferspray einsetzen, um ihn zur Räson zu bringen. Der Lebensgefährte der Verkäuferin erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und musste ins Universitätsklinikum St. Pölten eingeliefert werden. Der Tschetschene wurde festgenommen.