Erstellt am 20. April 2017, 11:52

von Redaktion noen.at

Feuerwehr übte in Viehofen den Ernstfall. Feuer, Rauch, schreiende und panisch herumlaufende Menschen waren am Mittwochabend bei der Living City im St. Pöltner Stadtteil Viehofen zu sehen. Zum Glück war alles künstlich - für eine groß angelegte Einsatzübung von Feuerwehr und Rettung - herbeigeführt...

Pünktlich um 19 Uhr wurden die Feuerwehren aus Viehofen (örtlich zuständig), Oberradlberg, Ragelsdorf, Wagram, St. Pölten-Stadt, Waitzendorf und Pummersdorf über Funk alarmiert. Die Annahme der Übung war ein Brand in einer Wohnung im Erdgeschoss, der zu einer starken Rauchentwicklung führte; durch offen stehen gelassene Brandschutztüren war dann der gesamte erste Wohnblock betroffen.

Auch Bewohner-"Flucht" in den Wald als Teil der Übung

Mehrere Bewohner (gespielt von externen Übungsdarstellern) befanden sich bei Eintreffen der Blaulicht-Organisationen auf ihren Balkonen und warteten panisch auf ihre Rettung. Nach und nach trafen die Fahrzeuge ein, die Rettungskette nahm ihren Lauf.

Atemschutztrupps klapperten alle Wohnungen ab und retteten Bewohner ins sichere Freie. Mannschaften von Feuerwehr und Samariterbund St. Pölten versorgten die verletzten Personen.

Zu allem Überfluss kam noch dazu, dass ein Bewohner vor lauter Panik in den angrenzenden Wald geflohen war und sich auf seiner Flucht schwer verletzt hatte. Aber auch diese Übungsaufgabe wurde bravourös von den Teams gemeistert.

"Nach etwa einer Stunde waren alle gesetzten Ziele abgearbeitet, die Einsatzstelle geräumt und es konnte zur Nachbesprechung übergegangen werden", meldete die Feuerwehr in einer Aussendung, die auch die Ziele umriss: "Die Bewohner sollen die Arbeit der Feuerwehr, die Ausrüstung, die Gerätschaften und die Fluchtwege, sprich das richtige Verhalten im Brandfall, kennen lernen. Die Arbeit unter den Feuerwehren und der Rettung soll gestärkt und trainiert werden. Es sollen aber gemachte Fehler aufgezeigt und erkannt werden um im Einsatzfall es richtig zu machen."