Erstellt am 07. Juni 2016, 10:30

von Daniel Lohninger

Lup-Ticket wird für Bahnfahrer gratis. St. Pöltner Stadtstrecke ist ab 6. Juli immer im Fahrpreis inkludiert - auch auf Traisentalbahn und Tullnerfeldbahn.

 |  NOEN, mss/Vorlaufer

Für Öffi-Nutzer ändert sich mit 6. Juli viel: Die Verkehrsverbünde VOR und VVNB werden zusammengeführt, das „Zonenzählen“ ist dann Geschichte. Stattdessen kommt dann ein entfernungsabhängiger Tarif – die Preise für die Stadtstrecken sind automatisch inklusive.

„Es gilt ein Preis für eine Strecke “

Für St. Pöltner heißt das: Fährt ein Harlander beispielsweise mit dem Zug nach Wien, hat er das Lup-Ticket für die Strecke zwischen Wohnort und St. Pöltner Hauptbahnhof ebenso inklusive wie die Wiener Strecke im Öffi-Netz. Das gleiche Prinzip gilt, wenn man eine Zubringerbahn – beispielsweise die Tullnerfeldbahn oder die Traisentalbahn – nutzt. „Es gilt ein Preis für eine Strecke – egal, welches Verkehrsmittel man nutzt“, erläutert VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn.

Preis bleibt fast gleich

Trotz der Mehrleistungen bleibt der Preis für das VOR-Jahresticket fast gleich: 1.588 Euro – also um drei Euro mehr als bisher – kostet es für die Strecke von St. Pölten nach Wien ab 6. Juli. Profitieren werden davon auch St. Pölten-Pendler aus dem Umland: 580 Euro kostet künftig die Jahreskarte für Böheimkirchen-St. Pölten, auch hier ist die Nutzung von Lup oder innerstädtischen Bahnstrecken inkludiert. Bisher kostete die Jahreskarte in die Landeshauptstadt alleine 414 Euro. Wer auch den St. Pöltner Stadtverkehr nutzte, musste die 372 Euro für das Lup-Jahresticket drauflegen.

Von der VOR-Tarifreform nicht profitieren werden Kunden der Westbahn - der ÖBB-Mitbewerber ist nicht Mitglied im Verkehrsverbund.

Mehr zu den Folgen des neuen VOR-Tarifs für Stadt und Bezirk St. Pölten in der Printausgabe der St. Pöltner, Herzogenburger und Neulengbacher NÖN.