Erstellt am 15. September 2015, 08:14

von Mario Kern

Manfred Hartl holte Preis bei Minneturnier. Böheimkirchner Sänger hat mit seinem musikalischen Vortrag das renommierte Falkensteiner Turnier für sich gewonnen.

Für das Turnier hat Manfred Hartl eine 1.000 Kilometer lange Reise in Kauf genommen: »Es hat sich ausgezahlt. Der Event war toll.«  |  NOEN, zVg

Die hohe Kunst der Minne haben deutsche Sänger wie Hans Hegner, Frank Wunderlich, Ougenweide-Musiker Olaf Casalich und Nairolf Liederbold perfektioniert. Bei ihrem Auftritt beim 10. Falkensteiner Minneturnier im Harz – dem mittelalterlichen Pendant zum Song-Contest – hatten sie aber keine Chance: Der Böheimkirchner Musiker Manfred Hartl hat die Gunst des Publikums gewonnen und damit den begehrten Preis der Jubiläumsauflage des Turniers.

Wunderschönes Konzert

„Es war wunderschön“, schwärmt das Gründungsmitglied des Ensemble Tandaradey von einem ansprechenden Konzert bei Fackelschein auf der malerischen Konradsburg. Turnier-Organisator Lothar Jahn, der Hartl für den Wettstreit nominiert hatte, hat für die musikalische Begegnung ein Theaterstück rund um den mittelalterlichen Poeten Tannhäuser verfasst. Die fünf nominierten Minnesänger haben einzelne Szenen mit Tannhäuser-Liedern begleitet. Und sind dafür vom Auditorium belohnt worden – am meisten Manfred Hartl bei seiner Turnier-Premiere.

„Ich freue mich außerordentlich. Auch weil die Kollegen so freundlich und versiert waren.“ Dass er den Preis bekommen würde, habe er sich nicht gedacht. „Ich weiß, was ich kann. Ich weiß aber auch, was ich nicht kann.“
Demnächst ist Hartl mit seiner Fassung des Nibelungenliedes am 25. September um 19 Uhr in Traismauer zu sehen.