Erstellt am 19. Oktober 2015, 18:49

von NÖN Redaktion

Prälat Hörmer verstorben. Der Apostolische Protonotar Prälat Alois Hörmer ist am Freitag im 91. Lebensjahr verstorben.

 |  NOEN, Diözese St. Pölten
Er wurde zuletzt im Kloster der Dienerinnen der Immaculata in Gerersdorf betreut. Hörmer bekleidete im Laufe seines Lebens zahlreiche hohe Ämter in der Diözese St. Pölten und war zuletzt der älteste aktive Pfarrer Österreichs: Er ging erst Ende August dieses Jahres als Pfarrer von Maria Jeutendorf in Pension.
 
Am Donnerstag, den 22. Oktober, wird um 16 Uhr im Dom von St. Pölten das Totenoffizium gebetet, das Begräbnis findet am Freitag, den 23. Oktober, um 13.30 Uhr in Maria Jeutendorf statt.
 
„Prälat Hörmer war einer der bekanntesten Priesterpersönlichkeiten der Diözese St. Pölten“, sagt Bischof Klaus Küng in einem Nachruf. „Viele Jahre hat er an der Theologischen Hochschule Liturgie unterrichtet, war Regens des Priesterseminars und langjähriges Mitglied des Domkapitels. Immer war er mit dem Bischof verbunden und für viele Priester geistlicher Begleiter. Ich habe ihn sehr geschätzt und bin ihm für sein Beispiel, für seinen vorbildlichen Einsatz und seine Freundschaft sehr dankbar. Die Art, wie er sich auf seinen Tod vorbereitet hat, war beeindruckend. Er hat sein Ziel erreicht und hinterlässt ein kostbares Vermächtnis mit bleibenden Früchten.“
 
Alois Hörmer wurde 1925 in St. Leonhard am Forst geboren. Schon 1943 wurde er zum Reichsarbeitsdienst und von dort zur Wehrmacht eingezogen. Nach russischer Kriegsgefangenschaft trat er 1948 in das St. Pöltner Priesterseminar ein. Nach seiner Priesterweihe 1952 wirkte Hörmer als Kaplan in Euratsfeld und in Ybbs an der Donau. Es folgten zwei Jahre als Ordinariatssekretär und 1959 promovierte er an der Universität Wien.
1959 wurde er Spiritual am Priesterseminar und Dozent (ab 1966 Professor) für Liturgiewissenschaften. an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Von 1974 bis 983 leitete Hörmer als Regens das Priesterseminar der Diözese St. Pölten und 1977 erhielt er die Lehrkanzel für Liturgiewissenschaften an der Hochschule, die er bis zum Studienjahr 2007/06 innehatte.

1977 wurde Hörmer Kanonikus am Domkapitel St. Pölten, dessen Dechant er von 1995 bis 2009 war. 1987 wurde Hörmer zum Prälaten und 1996 zum Apostolischen Protonotar ernannt. Von 1993 bis 2004 war er Bischofsvikar für Frauenorden und seit 1984 Pfarrer von Maria Jeutendorf.