Erstellt am 29. Januar 2016, 18:33

von Beate Steiner

Maßmode und mehr aus der Kattunfabrik. Aus der Übungswerkstatt des Integrationsprojekts für Schneider aus aller Welt kommen schöne und praktische Dinge.

 |  NOEN, Beate Steiner

Die Wand dient als Vokabeltrainer: "Knopf" steht da neben dem passenden Bild, oder "Saumband", „Schrägband“, „Stoff“. Daneben liegt ein Stapel Hauben: „Die sind für Griechenland bestimmt – für die Menschen, die dort frieren“, sagt Jimmy F. Nagy, Initiator der „Kattunfabrik“. Den Auftrag hat der Verein erfüllt, jetzt wird am nächsten gearbeitet: Der Syrer Esmat und Haidari und Mazen aus Afghanistan kürzen Vorhänge. Die drei Schneider lernen hier die deutschen Fachbegriffe für ihren Beruf, sollen so in den Arbeitsmarkt integriert werden. „Die Menschen, die hauptsächlich unsere Kleidung nähen, in Syrien oder Pakistan etwa, machen das jetzt vor Ort“, schildert Jimmy Nagy seine Projekt.

Das nicht nur den Flüchtlingen einen Benefit bringt, sondern auch den Einheimischen: In der Übungswerkstatt werden gern Aufträge angenommen, wird auch modische Maßkleidung für Vereinsmitglieder gefertigt. Info gibt es im Facebook unter „Kattunfabrik“.