Erstellt am 23. Dezember 2015, 05:28

von Mario Kern

Mehr Geld für die Domplatz-Arbeiten. Domplatzprojekt ist erneut Zankapfel der Fraktionen. VP forderte erfolglos neuen Bewerb.

War auch bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Stein des Anstosses: der Domplatz.  |  NOEN, Kern

Die finanziellen Mittel für die laufenden archäologischen Arbeiten und die begleitenden Arbeiten hat der Gemeinderat (ohne die Stimmen der FP-Mandatare Hermann Nonner und Klaus Otzelberger) um 393.000 Euro aufgestockt, von 850.000 Euro auf 1,24 Millionen Euro. Im nächsten Jahr werden 1,1 Millionen Euro in das Domplatzprojekt investiert.

Kritik von FP

Für die gestiegenen Kosten hagelte es Kritik von FP-Gemeinderat Klaus Otzelberger: „Die Grabungen verschlingen dieses Jahr 1,24 Millionen Euro, um 46,2 Prozent mehr als geplant.“ VP-Gemeinderat Mario Burger verlangte, das fünf Jahre alte Ergebnis des Planerfindungsverfahrens zu verwerfen und einen neuen Bewerb auszuschreiben. „Der alte Vorentwurf sieht einen autofreien Platz vor. Es gibt aber gültige Gemeinderatsbeschlüsse und 200 Wirtschaftstreibende, die sich dagegen aussprechen.“ Dieser Zusatzantrag wurde von SP und Grünen abgeschmettert.

SP-Stadtchef Matthias Stadler betonte, es habe mehrere Entwürfe gegeben. „Auch einen publizierten Entwurf mit 77 Parkplätzen. Wie viele Stellplätze genau bleiben, auf die kindliche Diskussion lasse ich mich nicht ein.“ Autofrei könne der Domplatz gar nicht werden, so Stadler. „Allein schon wegen der Zulieferer.“ Die Beschlüsse seien immer eingehalten worden und würden weiterhin gelten.