Erstellt am 22. März 2016, 05:31

von Birgit Kindler

Mehr los auf der Autobahn. Auf Westautobahn und S33 im Raum St. Pölten ist der Pkw- und Lkw-Verkehr gestiegen.

Stark angestiegen ist der Verkehr auf der S 33 in der Landeshauptstadt. Sowohl die Anzahl der Pkw als auch der Lkw nahm im vergangenen Jahr erheblich zu.  |  NOEN, Lisa Röhrer

Das Verkehrsaufkommen auf der Westautobahn und der S 33 hat auch im vergangenen Jahr zugenommen. Das zeigt ein Blick in die Statistik der Asfinag. An allen Messstationen in und um St. Pölten gingen die Zahlen nach oben.

Insgesamt stieg die Zahl der Fahrzeuge auf der A 1 rund um St. Pölten bis zu fünf Prozent, auf der S 33 sogar um bis zu 7,5 Prozent. Am höchsten ist die Frequenz auf der A 1-Stadtstrecke zwischen dem Knoten St. Pölten und St. Pölten Süd. 72.575 Fahrzeuge waren hier im Vorjahr pro Tag unterwegs – um 3.333 mehr als 2014. Zwischen St. Pölten Süd und Loosdorf stieg die tägliche Frequenz um 3.170 – das Verkehrsaufkommen insgesamt ist in diesem Abschnitt aber deutlich geringer als auf der Stadtstrecke.

Auf der S 33 ist das Verkehrsaufkommen noch deutlich geringer als auf der Westautobahn, die Frequenz nahm im Vorjahr aber wesentlich stärker zu. So stieg die Zahl der Fahrzeuge auf der Strecke zwischen St. Pölten-Nord und Traismauer besonders stark an – die Tagesfrequenz ist hier mittlerweile fast halb so hoch wie auf der Westautobahn.

LKW-Verkehr stark angestiegen

Besonders der Lkw-Verkehr habe im Raum St. Pölten stark zugenommen, weiß Christian Gratzer, Sprecher des Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Insgesamt seien auf der A 1 im Vorjahr mehr als drei Millionen Lkw unterwegs gewesen. Auch beim Schwerverkehr zeigt sich, dass das Aufkommen auf der S 33 deutlich stärker als auf der A 1 zunimmt. Acht Prozent mehr Lkw rollten auf dieser Strecke an der Stadt vorbei.

Was diese Verkehrszunahme für die St. Pöltner Bevölkerung bedeutet, weiß Gratzer: „Mehr Lärm und vor allem eine höhere Schadstoffbelastung.“ Aus Sicht des VCÖ sei es daher wichtig, verstärkt Maßnahmen gegen die Verkehrslawinen zu setzen. „Dazu braucht es ein Paket, Einzelmaßnahmen reichen nicht aus“, ist Gratzer überzeugt. So sei beispielsweise das öffentliche Verkehrsangebot zu verbessern. Außerdem könne durch Radschnellwege aus dem Umland St. Pöltens ein Teil des Autoverkehrs reduziert werden.

Trotz zunehmenden Verkehrsaufkommens deutet derzeit wenig darauf hin, dass auf der Stadtstrecke der von vielen Anrainern geforderte 100er bald Realität wird. Die Emissionen liegen unter den gesetzlichen Höchstwerten, wie erst im Vorjahr die Messungen zeigten. Ernst Schwarzmüller vom Verkehrsamt betont aber, dass es Bemühungen für eine neuerliche Untersuchung gebe. Nicht erforderlich seien weitere Einschränkungen für den Lkw-Verkehr.