Erstellt am 16. April 2016, 09:34

von Maria Prchal

Meldepflicht: Biene Maja braucht Papiere. Ab nächstem Jahr muss jeder Bienenstock registriert werden. Imkerverband beruhigt: "Es werden auch künftig keine Steuern für den normalen Imker anfallen."

 |  NOEN, zVg

Mit diesem Monat sind bereits einige Änderungen im Tierschutz in Kraft getreten. Ab dem nächsten Jahr kommt ein weiterer Punkt dazu: Jeder Bienenstock muss angemeldet werden.

„Ich bin dafür, denn man kann Krankheiten, wie beispielsweise die Faulsucht, nur bekämpfen, wenn man weiß wo die nächsten Stöcke stehen“, so der Imkerverband-Bezirksobmann Helmut Marchhart. Durch eine Meldepflicht könne man die Besitzer warnen und die Verbreitung stoppen.

Viele Imker hätten Angst vor dieser Vorschrift, da sie denken, es würden neue Steuerpflichten dazu kommen. „Es wird aber auch zukünftig für den normalen Imker keine Steuer entfallen“, beruhigt Marchhart

„Imkerei kann sehr komplex sein"

Attila Süli vom Imkereizubehörgeschäft „Zum Bienenstock Nummer 7“ in St. Georgen ist sich zwar nicht sicher, „wie zukünftig diese Daten verwertet werden“ und ob nicht auch Steuern auf die Imker zukommen könnten. Trotzdem sieht er einige Vorteile: „Imkerei kann sehr komplex sein. Wenn jemand ohne jegliche Kenntnisse zum Züchten anfängt, geht das schief. Vielleicht kann man mit der neuen Vorschrift diese Wildimkerei eindämmen.“ Es gebe genug Schulungen, die das nötige Wissen vermitteln. Am besten informiere man sich dazu beim Imkerverband.

Für Süli ist es wichtig, die Imkerei am Leben zu erhalten, denn „Honigbienen könnten ohne Imker nicht mehr überleben.“ Sie würden auch intensive Betreuung brauchen. „Einfach so in den Urlaub fahren geht dann zum Beispiel nicht mehr“, so Süli.

In Österreich gibt es rund 3.500 Imker, der St. Pöltner Imkereiverband zählt gegenwärtig 80 Mitglieder.