Erstellt am 08. September 2015, 08:17

von Daniel Lohninger

Minutenkarte für die Aquacity geplant. 1.000, 2.000 oder 3.000 Minuten: Abgerechnet wird nur, was verbraucht wird. Gemeinderatsbeschluss steht noch aus.

Bademeister Werner Bawaronschütz beim „Trockentest“ des neuen Aqua-Bikes, im Bild mit Bäderchef Martin Fuchs (links), Bürgermeister Matthias Stadler und Abteilungs-Chefin Doris Schweitzer.  |  NOEN, Vorlaufer

Nach dem Rekordjahr im Citysplash – mehr als 71.000 Badegäste seit Anfang Mai –  startet jetzt wieder die Hochsaison in der Aquacity. Auch sie kann sich über steigende Besucherzahlen freuen: 150.000 waren es in der vergangenen Saison, was ein Plus von 4.000 Gästen bedeutet.

10 Jahre Aquacity: Einige Neuerungen geplant

Im Unterschied zum Vorjahr, steht heuer keine Sanierung an und auch im zehnten Jahr des Bestehens der Aquacity warten Neuerungen auf die Gäste – unter anderem ein Aqua-Bike und Gratis-Wlan. Außerdem könnte ein neues Tarifangebot kommen: die Minutenkarte für Sauna und Schwimmhalle. „Abgerechnet werden hier nur jene Minuten, die tatsächlich verbraucht werden“, erklärt Bäderchef Martin Fuchs. Gewählt werden könnte zwischen 1.000, 2.000 oder 3.000 Minuten. Für die Umsetzung fehlt allerdings noch der notwendige Gemeinderatsbeschluss.

„Unsere Investitionen zeigen Wirkung"

Bewährt hat sich der Sauna-Betrieb im Sommer. Etwa 700 Gäste nahmen das Angebot in Anspruch – auch im Sommer 2016 wird die Sauna also im Juli in Betrieb bleiben.

„Unsere Investitionen zeigen Wirkung. Beide Bäder haben an Attraktivität gewonnen, die steigenden Besucherzahlen zeigen, dass sich die Neuerungen bewährt haben“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler. Das Besucherplus werde sich finanziell ebenso niederschlagen wie die Einsparungen. So sparte die Stadt alleine bei der Beheizung der beiden Bäder rund 40.000 Euro, zugleich betragen die Mehreinnahmen etwa 65.000 Euro. „Energie ist neben der Bäderhygiene der Hauptkostenfaktor“, ergänzt Stadler. Alleine das Aufheizen des Citysplash-Hauptbeckens schlägt sich mit 9.000 Euro zu Buche.

Bad-Besuch soll leistbar bleiben

Der Abgang aus dem Betrieb der Bäder wird aber auch in diesem Jahr dennoch etwa eine Million Euro betragen. „Die Bäder wirtschaftlich zu führen, hieße Eintrittspreise wie in Thermen zu verlangen“, rechnet Stadler vor. Die Stadt wolle aber, dass der Bad-Besuch für alle St. Pöltner leistbar sei.