St. Pölten

Erstellt am 17. August 2016, 05:56

Neuer Name für neue Ära. Die Neuausrichtung des ehemaligen Landesmuseums ist in vollem Gange.

Brigitte Schlögl hat die Neu-Konzeption des Museums auf Schiene gebracht, die Früchte wird sie nicht ernten –  |  NOEN, Mario Kern

122 Gemälde und Skulpturen haben in den ersten August-Tagen das ehemalige Landesmuseum verlassen. „Der Abbau der Kunstabteilung ist schneller erfolgt als erwartet“, verrät Museumsdirektorin Brigitte Schlögl beim NÖN-Rundgang durch das Gebäude im Kulturbezirk. Die bisher im ersten Stock untergebrachten Kunstwerke werden vor ihrem Einsatz in der Landesgalerie in Krems im Landes-Depot zwischengelagert. Auch Bernhard Leitners Skulpturen haben bereits die Galerie Zeitkunst NÖ in der Shed-Halle des Museums verlassen.

Damit wurde Platz für das Haus der Geschichte geschaffen, das sich Anfang September 2017 den Besuchern mit einem Wochenende der offenen Türen vorstellt. Das Haus der Geschichte bildet dann zusammen mit dem Haus der Natur das neue Museum Niederösterreich, wie das Landesmuseum seit 1. August heißt. Der erste Schritt dieser Umstrukturierung ist bereits mit der neuen Marke inklusive neuem Logo, neuem Corporate Design und neuer Website erfolgt.

Umgestaltung im Museum

Auch im Museumsinneren wird bereits emsig umgestaltet. Die Garderobenräume wurden schon hinter den Museumsshop verlegt und modernisiert. Demnächst wird dann der Eingangsbereich neu ausgerichtet: Die Kassa wird kleiner, für Rollstuhlfahrer zugänglicher und frontal vor das Eingangsportal versetzt. „Damit sollten wir in 14 Tagen fertig sein“, berichtet Brigitte Schlögl. Der Boden wird im Eingangsbereich noch abgeschliffen. Von der Haupthalle mit dem Kassenpult geht es künftig links in die Shed-Halle – sie wird in etwas mehr als einem Jahr die geschichtliche Dauerausstellung beherbergen. Auf den bisherigen Flächen für Kunst und Landesgeschichte im ersten Stock wird es zusätzliche Vertiefungsausstellungen geben; den Anfang macht eine Schau über die Geschichte der Ersten Republik, die bis Anfang 2019 zu sehen sein wird. Nach dem Einbau des Liftes im Herbst geht es in der Shed-Halle ab Jänner in die Feinplanung für die Dauerausstellung des Hauses der Geschichte. „Im August 2017 möchten wir mit allen Arbeiten fertig sein, um noch ein ausgiebiges Zeitfenster für den Testbetrieb offen zu haben.“

Der Zugang zur Natur-Ausstellung im neuen Haus der Natur ist während aller Umbau-Arbeiten ungehindert möglich. Einen Besucher-Einbruch während der nächsten zwölf Monate befürchtet Schlögl nicht: „Ohnehin besucht ein hoher Stammkundenanteil unseren Natur-Teil. Das soll und wird sich künftig natürlich besser auf das Haus der Natur und das Haus der Geschichte aufteilen.“ Auch im Haus der Natur wird es künftig vertiefende Ausstellungen geben – den Anfang macht bereits im März nächsten Jahres eine Schau über „Naturgewalten“ in Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.