Erstellt am 01. September 2016, 10:28

von Mario Kern

Kleine St. Pöltner Listen tauchen wieder auf. Mandatlos gebliebene Gruppen wollen nach Pause aktiv werden. dieKühnen.jetzt und NEOS erwägen Teilnahme an der nächsten Gemeinderatswahl.

Wolfgang Grabensteiner (NEOS) tritt aus der ersten Reihe zurück.  |  NOEN

Vier Monate nach der Gemeinderatswahl ist es still geworden um die kleinen Listen: dieKühnen.jetzt, die NEOS und die Liste BLÜH sind seither weitgehend auf Tauchstation gegangen.

Das ist einerseits der Urlaubszeit, andererseits organisatorischen Arbeiten hinter den Kulissen geschuldet, betonen die Vertreter aller drei Gruppierungen im NÖN-Gespräch. Die Gruppen wollen nämlich weiterhin aktiv bleiben – NEOS und dieKühnen.jetzt möchten sogar wieder bei der Gemeinderatswahl 2021 antreten.

NEOS sind dabei, eine Ortsgruppe zu gründen

Walter Heimerl (dieKühnen. jetzt) wird nicht Obmann des Vereins.  |  NOEN

Letztere werden noch im Herbst einen Verein gründen. „Derzeit geben wir den Statuten den Feinschliff“, verrät Walter Heimerl (Bild links). Der St. Pöltner wird sich nicht als Obmann aufstellen lassen, bleibt aber wie alle anderen Wahl-Kandidaten der Gruppierung erhalten.

Seit der Wahl sei man nicht untätig gewesen, betont Heimerl und verweist auf den von den Kühnen organisierten „Tag der Inklusion“. Künftig will man an Themen wie Schuldenfreiheit und Verkehr dranbleiben.

Die NEOS sind dabei, eine Ortsgruppe zu gründen. Im Herbst sollen erste Projekte präsentiert werden. Die Gruppe aus dem Wahlkampf ist komplett geblieben, auch Spitzenkandidat Wolfgang Grabensteiner bleibt: „Ich möchte nicht mehr in der ersten Reihe stehen und werde konzeptionell beitragen.“

Mario Wailzer (Liste BLÜH) sucht nach einem Nachfolger.  |  NOEN, Archiv

Auch die Liste BLÜH will weiter am Ball bleiben. Die Gruppierung will sich nach der Pause nach der Wahl aktiv auf Mitgliedersuche begeben und auch einen neuen Obmann suchen, so Noch-Obmann Mario Wailzer: „Ob ich noch einmal antrete, ob für BLÜH oder andere, ist noch völlig offen.“

Einig sind sich die Listen-Vertreter, dass sie auch deswegen kein Mandat erhalten haben, weil sie im Wahlkampf wenig personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung hatten.