Erstellt am 31. März 2016, 04:14

von Daniel Lohninger

Neue Pläne für den Kardinal-König-Platz. Jahrhundertwende-Haus könnte Straße sowie neuem Bürogebäude oder Hotel weichen. Noch sind aber Mieter drin.

Das Jahrhundertwendehaus links könnte abgerissen werden, auch zugunsten der Verbreiterung der Rennbahnstraße als Verbindung zwischen der Kerntangente Nord und der Traisenbrücke in der Wiener Straße.  |  NOEN, Daniel Lohninger

Seit 2013 die ehrgeizigen Pläne einer Investorengruppe am Kardinal-König-Platz gescheitertsind, sucht die Stadt eine andere Nutzung für das Jahrhundertwende-Haus gegenüber der Hypo-Zentrale. Der erste Schritt – die Räumung des Gebäudes – ist fast abgeschlossen: Von den 48 Wohn- und Geschäftseinheiten sind nur mehr vereinzelte besetzt. Der zweite Schritt – der Abriss des Gebäudes an einer der meistfrequentierten Kreuzungen der Stadt – soll so bald wie möglich folgen.

„Das Gebäude ist fast gänzlich leer stehend, es ist aber nicht abzusehen, wann es tatsächlich völlig frei sein wird“, erklärt Thomas Kainz vom Medienservice der Stadt. Ist das Gebäude einmal geräumt, beginnt die Knochenarbeit: Die Bausubstanz ist desolat, eine Sanierung ist für die stadteigene Immo GmbH nicht wirklich eine Option.

Realistischer ist da schon der Abriss des Gebäudes. Ob das Denkmalamt mitspielt, ist derzeit noch nicht bekannt. Grundsätzlich stehen alle Häuser im öffentlichen Besitz unter Schutz. Ob ein Denkmalschutz im engeren Sinn besteht, wird erst im Falle eines konkreten Projektes thematisiert. Und da stützt sich die Stadt darauf, dass beim City-Center-Projekt bereits vor zwei Jahren der Abriss des Gebäudes mit dem Denkmalamt akkordiert gewesen war. Darf das Gebäude geschleift werden, gibt es schon vage Pläne für ein Nachfolge-Projekt. Gespräche dürfte es sowohl über den Bau eines Bürogebäudes geben als auch über ein Hotel. Konkretes will man im Magistrat aber nicht sagen.

Rennbahnstraße soll verbreitert werden

Klar ist aber, dass die Stadt einen Teil des Areals selber brauchen wird – für die Verbreiterung der Rennbahnstraße. Die ist Teil des künftigen äußeren Ringes um die Innenstadt, der mit der Eröffnung der Kerntangente Nord und der neuen Traisenbrücke ab Ende 2017 Realität wird. „Entlang dieser Straße wäre mehr Platz wünschenswert, um den Verkehrsweg mit Gehsteigen, Radwegen und den erforderlichen Fahrbahnen entsprechend ausbauen zu können“, führt Kainz aus.