St. Pölten

Erstellt am 09. Februar 2018, 05:13

von Nadja Straubinger

Heuer noch kein Feinstaub-Alarm in St. Pölten. 2018 bestätigt sich bisher der rückläufige Trend der letzten Jahre. Einen Ausreißer gab es 2017 durch den kalten Winter.

Feinstaub schadet der Gesundheit  |  APA (dpa)

Die Zeiten, als St. Pölten Feinstaub-Hotspot war, sind vorbei. Während 2005 das Tagesmittel noch 85 Mal den Grenzwert von 50µm/m überschritt, ging der Alarm heuer noch kein einziges Mal los.

NOEN

Damit setzt sich der grundsätzlich positive Trend der letzten fünf Jahre derzeit fort, nachdem es 2017 einen Ausreißer gab: An der Station am Europaplatz wurden an 17 Tagen Überschreitungen registriert, in der Eybnerstraße an zwölf Tagen. „Jährliche Schwankungen treten hauptsächlich aufgrund von Wettersituationen auf“, erklärt Manfred Brandstätter vom Amt der NÖ Landesregierung. „Der Jänner war einer der kältesten seit 30 Jahren.“ Bei Temperaturen bis zu -10 Grad kletterte der Wert sogar auf 110 µg/m³.

Die höchsten Feinstaubbelastungen werden generell in den Wintermonaten gemessen. Schuld daran sind der Heizungsbetrieb und Inversionswetterlagen, bei denen die bodennahe Luft kälter als die darüberliegenden Schichten ist. „Die wärmeren Luftschichten bilden eine Art Deckel, darunter reichern sich Abgase an.“

In Österreich liegt die Grenze für Tagesüberschreitungen bei 25 Tagen. „Dieser Wert wurde in St. Pölten in den letzten sechs Jahren stets eingehalten“, freut sich Brandstätter.