St. Pölten

Erstellt am 08. Juli 2016, 17:22

von Nadja Straubinger

Feuerbrand: Verdachtsfälle melden. Infektiöse Pflanzenkrankheit ist in Oberzwischenbrunn aufgetreten. Verordnung für Umkreis von drei Kilometern erlassen.

Besteht der Verdacht auf einen Feuerbrand-Befall, muss das nächste Gemeindeamt informiert werden.  |  NOEN, Sebastian Stabinger

Für Mensch und Tier gefährlich ist er nicht, der Feuerbrand, aber einigen Obst- und Ziergehölzen macht die hochinfektiöse Pflanzenkrankheit schwer zu schaffen. Weil in Oberzwischenbrunn eine Infektion aufgetreten ist, erließ die Stadt eine Verordnung, die die Befallszone im Umkreis von drei Kilometern abgrenzt. Innerhalb dieser Zone ist es verboten, Feuerbrandwirtspflanzen wie etwa Apfel, Birne oder Feuerdorn und Wollmispel zu setzen.

„Blätter und Blüten befallener Pflanzen welken plötzlich und verfärben sich braun oder schwarz“, erklärt der Feuerbrandsachverständige für den Raum St. Pölten Stadt, Robert Wotapek. Die infizierten Triebe erscheinen zunächst fahlgrün und vertrocknen dann. Die Pflanzen sterben innerhalb kürzester Zeit ab. „Feuerbrand unterliegt der Meldepflicht. Jeder Verdacht muss dem Gemeindeamt gemeldet werden. Dann wird die Pflanze vor Ort begutachtet“, weiß Wotapek. Die betroffenen Pflanzen sollen aber nicht selbst geschnitten oder entfernt werden, weil es dadurch zu einer weiteren Verbreitung kommen kann.