Ochsenburg

Erstellt am 11. November 2017, 05:42

von Nina Gamsjäger

Otter fühlen sich in der Landeshauptstadttadt wohl. An der Traisen dürfen die Marder weiter leben. Im Waldviertel wurde der erste Fischotter gefangen und getötet.

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Fischotter leben auch in der Landeshauptstadt gefährlich, aber nur, wenn sie beim Straßen-Queren nicht aufpassen. Denn in St. Pölten wurde noch keines der putzigen Tierchen „zum Schutz des ökologischen Gleichgewichts“ getötet, wie es in Niederösterreich erlaubt ist.

„Fischotter können auch über Land weite Strecken zurücklegen und müssen dabei Straßen überqueren“

Allerdings lag in Neumühle bei Ochsenburg ein toter Fischotter auf der Straße. Der an das Wasserleben angepasste Marder dürfte von einem Auto angefahren worden sein. „Fischotter können auch über Land weite Strecken zurücklegen und müssen dabei Straßen überqueren“, erklärt Gregor Gravogl vom Landesfischereiverband. Das sei nicht zwingend ein Indiz, dass es in St. Pölten zu viele Fischotter gebe, meint dazu Martin Tschulik von der NÖ Naturschutzabteilung.

Obwohl sich die Tiere hier an der Traisen sehr wohl fühlen und ihre Zahl sicher angestiegen sei, gebe es keine genauen Zahlen über den Fischotterbestand in der Landeshauptstadt.

40 Ottermännchen dürfen heuer in Niederösterreich getötet werden

Den Waldviertlern dürften die Raubtiere allerdings bereits zu viele geworden sein. Denn nördlich der Donau wurde vor Kurzem ein Fischotter gefangen und „anschließend schmerzfrei getötet“, bestätigt Martin Tschulik. 40 Ottermännchen dürfen laut Landesfischotterbescheid heuer in Niederösterreich getötet werden.

In St. Pölten ist das nicht geplant, heißt es dazu aus der städtischen Abteilung für Umweltschutz.