Erstellt am 19. April 2017, 04:00

von Beate Steiner

„Engel“ rettete Sophie. ÖAMTC-Pannenfahrer Peter Buchinger holte drei Monate altes Baby und einen Tag vorher einen Zweijährigen aus versperrten Autos.

Große Erleichterung. Nach nur 10 Minuten hatte ÖAMTC-Pannenfahrer Peter Buchinger die kleine Sophie befreit.
 
 |  ÖAMTC

Was der St. Pöltnerin Sabine H. passierte, ist wohl der Albtraum aller Eltern: Baby Sophie eingesperrt im Auto auf dem Spitalsparkplatz, gemeinsam mit der Handtasche, in der sich Schlüssel und Handy befanden. Die aufgelöste Mutter holte Hilfe bei der Betriebsfeuerwehr im Klinikum, die sofort den ÖAMTC verständigte.

Pannenfahrer Peter Buchinger erschien innerhalb von zehn Minuten – und befreite die drei Monate alte Sophie aus dem Wagen: „Die Mutter war natürlich sehr dankbar“, lacht Buchinger, „Sophie war allerdings wenig beeindruckt – sie hat die ganze Zeit tief und fest geschlafen!“.

Routineeinsatz für Pannenfahrer

Weniger entspannt hatte ein zweijähriger Bub am Vortag seinen Rettungseinsatz erlebt. Er war am Bahnhof St. Pölten im Fahrzeug gefangen und bereits in Tränen aufgelöst, als Peter Buchinger eintraf. Die Mutter konnte ihren zweijährigen Sohn einige Zeit mit dem Smartphone durch die Fensterscheibe ablenken, aber der Knirps war schon ziemlich panisch, als der Pannenfahrer eintraf und mit seinem Spezialwerkzeug und wenigen Handgriffen die Fahrzeugtür öffnete. „Mutter und Sohn waren sehr erleichtert“, freute sich Peter Buchinger über die prompte Erledigung des ersten Notfall-Einsatzes dieser Art in zwei Tagen.

„Das ist für unsere Pannenfahrer grundsätzlich ein Routineeinsatz mit über 30.000 ausgesperrten Autofahrern jährlich. Allerdings sind selten Kinder im Fahrzeug eingeschlossen“, erklärt ÖAMTC-Experte Gerhard Samek. Häufig ist das auf Unachtsamkeit zurückzuführen. Allerdings: „Viele Fahrzeuge sperren automatisch zu, wenn man binnen 30 Sekunden keine Türe öffnet. Generell bringen daher Autofahrer die Diebstahlvorkehrungen ihrer eigenen Fahrzeuge in unangenehme Situationen“, so Samek.