Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:02

von Daniel Lohninger

Österreich-Premiere auf der Dom-Fassade. Schweizer Technologie sorgt dafür, dass Fenster nicht beleuchtet werden und Skulpturen heller wirken.

So wird der St. Pöltner Dom aussehen, wenn er von Österreichs erster Projektions-Beleuchtungsanlage angestrahlt wird.  |  NOEN, mss/Vorlaufer

Berlin, Helsinki und Zürich haben schon eine –  als erste Stadt Österreichs wird St. Pölten im nächsten Halbjahr auch eine Projektions-Beleuchtungsanlage in Betrieb nehmen. Erhellen wird sie die Fassade des Domes, für dessen Beleuchtung die Stadt zuständig ist.

„Die Anstrahlung des höchsten Gebäudes der Stadt ist ein wichtiger Mosaikstein bei der Neugestaltung des Domplatzes“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Entstanden ist die Idee für die neue und energiesparende Form der Beleuchtung, weil die bestehende Beleuchtungsanlage in die Jahre gekommen ist und ohnehin erneuert werden muss. Bei der Suche nach einer innovativen Lösung wurde Straßenbeleuchtungs-Chef Jörg Günthör in der Schweiz fündig und entdeckte das dort entwickelte Projektions-Beleuchtungsmodell.

30 Prozent weniger Energie als Direktbeleuchtung

Die Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung: Das projizierte Licht lässt sich Zentimeter genau steuern, lässt variable Helligkeitsstufen zu und verbraucht 30 Prozent weniger Energie als Direktbeleuchtung. „Dadurch wird der bestmögliche Effekt erzielt und unnötige Lichtemission verhindert“, erklärt Stadler. So können bei der Projektionsbeleuchtung Flächen ausgespart werden – es dringt also kein Licht durch die Fenster in den Dom – und beispielsweise die Skulpturen an der Fassade lichttechnisch gezielt hervorgehoben werden.

Die Anstrahlung des höchsten Gebäudes der Stadt ist ein wichtiger Mosaikstein bei der Neugestaltung des Domplatzes.“  Stadtchef Matthias Stadler

Die dezenten neuen Beleuchtungskörper werden auf dem Dach des Palais Wellenstein postiert, die derzeit dort befindlichen großen Scheinwerfer werden verschwinden. Die Kosten für die Projektionsbeleuchtung betragen 45.000 Euro.