Erstellt am 07. April 2017, 12:18

von Mario Kern

St. Pöltner Verein kritisiert Kurz‘ NGO-Sager. „Guarantee on tomorrow“-Obmann rügt den Außenminister für seine Aussagen.

Dominik Paireder findet Kurz‘ NGO-Kritik entbehrlich.  |  NOEN, Archiv

Eigentlich stünde es „Guarantee on tomorrow“ als freiwilligem Verein gar nicht zu, die Tagespolitik offen zu kritisieren, ist Obmann Dominik Paireder überzeugt. Die Aussage von Außenminister Sebastian Kurz über den „NGO-Wahnsinn im Mittelmeerraum“ sieht er aber nicht als tagespolitische Aussage, sondern als „Diffamierung sämtlicher ehrenamtlicher Freiwilliger, die ihre kostbare Zeit opfern, um geflüchteten Menschen eine echte Chance auf Überleben, Ankunft, Integration und Heimat zu geben“.

Rüge an den Außenminister

Der St. Pöltner rügt Kurz in einem offenen Brief: Der Außenminister würde wiederholt mit seinen Aussagen ehrenamtliche Tätigkeiten für Geflüchtete torpedieren. „Dabei machen sich internationale Freiwillige unter zum Teil lebensbedrohlichen Umständen auf, um in Seenot geratene Flüchtlinge zu retten.“

Ohne die heimische NGO „Guarantee on tomorrow“ hätte die Landeshauptstadt im Herbst 2015 obdachlose Flüchtende auf den Straßen gehabt, erinnert Paireder. Er empfiehlt Außenminister Sebastian Kurz: „Anstatt das Ehrenamt zu kritisieren, sollten Sie endlich auf Distanz zu ihren populistischen Aussagen für den billigen Stimmenfang gehen.“