Erstellt am 15. Juni 2016, 15:30

von Jutta Streimelweger

Patientin starb, Sani nahm ihren Hund auf. Nach dem Tod seines Frauchens kam der Labrador-Mix "Rocky" auf Zeit bei Notfallsanitäter Marcel Gradinger unter.

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Als der Rot-Kreuz-Notfallsanitäter Marcel Gradinger aus St. Georgen mit seinem Team und Notarztwagen zu einem Einsatz ausrückte, wusste er nicht, dass diese Alarmierung einiges ändern würde. Der Frau konnte nicht mehr geholfen werden, helfen konnte Gradinger dann aber an anderer Stelle: „Der Hund der Frau war im hinteren Hof an ein Baustellengitter angehängt. Weder Angehörige noch Nachbarn hatten die Möglichkeit, sich um ihn zu kümmern.“ Der fünfjährige Labrador-Mix hätte ins Tierheim müssen, der Notfallsanitäter ersparte ihm dieses Schicksal und nahm „Rocky“ auf.

„Meine Frau und mein Kleiner unterstützen mich tatkräftig“

„Wir haben selbst einen einjährigen Red-Nose-Pitpull, welcher seinen ‚Stiefbruder auf Zeit‘ auch sofort akzeptierte.“ Die erste Wochen mit Rocky seien sehr unterhaltsam und interessant gewesen: „Rocky hat durch seine Erfahrungen unserem Vierbeiner einiges gezeigt – zum Beispiel, dass Baden in der Traisen total super ist.“ Mit beiden Hunden habe die Familie viel zu lachen: „Meine Frau und mein Kleiner unterstützen mich tatkräftig“, bedankt sich Gradinger für so viel Tierliebe.

Überzeugt, den Hund zu sich zu nehmen, hat ihn Notärztin Gabriele Leister. „Die Entscheidung war definitiv richtig“, ist sich der 25-Jährige sicher: „Schon alleine aufgrund der Dankbarkeit von Rocky. Sollte ich wieder einmal in solch eine Situation geraten, werden wir uns bestimmt wieder dafür entscheiden, einen Platz bei uns zu vergeben.“