Erstellt am 26. März 2016, 05:34

von Mario Kern

Peter Kaiser übergibt St. Pöltner Räderwerk. Fahrradkurier legt Botendienst in neue Hände. Der St. Pöltner will wieder im Kulturmanagement Akzente setzen.

Nach sechs Jahren legt Peter Kaiser das Räderwerk in neue Hände. Der einzige Wermutstropfen in seiner Bilanz: »Mein Rad ist jetzt wirklich komplett hinüber.«  |  NOEN, Kern

Vor genau sechs Jahren hat Peter Kaiser mit dem Räderwerk eine Novität in der Landeshauptstadt ins Leben gerufen. Seinen Botendienst für zahlreiche St. Pöltner Unternehmen und Privatpersonen hat der Fahrradkurier seither weiter verfeinert.

Mit Anfang April übergibt Kaiser sein Ein-Mann-Unternehmen an Andreas Grubner. „Das Räderwerk läuft weiter und ist beiihm in guten Händen.“ Aus dem Botendienst sei viel entstanden, zieht Kaiser zufrieden Bilanz. Neben Auslieferungstätigkeiten für Supperiör und auch die Fachhochschule hat er die Kulturaufsteller mit ins Leben gerufen – 80 Boxen in der Stadt mit Programmen kultureller Institutionen. Das sei ihm auch durch seine jahrelange Tätigkeit als Buchhändler gelungen – Kaiser hatte 1999 die Amadeus-Filiale in der Kremser Gasse aufgebaut und zehn Jahre lang geleitet.

Entstanden sei das Räderwerk aus dem Bestreben, selbstständig zu werden und etwas Neues zu schaffen, so Kaiser: „Ich habe mich auf Interessen und Stärken besonnen, da ist mir gleich auch das Radfahren eingefallen.“ Seine humorvolle Bilanz aus sechs Jahren täglichem Rad-Dienst: „Beim Rad ist jetzt wirklich alles hin. Ich habe aber auch zusammengezählt Tonnen hin- und hertransportiert.“

Mittlerweile hat den St. Pöltner wieder die Lust an der Arbeit im Kulturbereich gepackt. „Ich möchte im Kulturmanagement wieder Fuß fassen und kleine, feine Sachen für St. Pölten schaffen.“