Erstellt am 15. September 2015, 08:21

von Manuela Mayerhofer

Planung für das Bad wird weiterverfolgt. Ein Mehrzweckbecken mit Rutsche und Badbuffet ist im Gespräch. Die Bürger wollen beim Erhalt des Freibads mithelfen.

Viele Bürger wollen sich für »ihr« Freibad stark machen. »Das Bad ist für uns ein ganz wesentlicher Teil der Infrastruktur, der wesentlich zur Lebens- und Wohnqualität in der Gemeinde beiträgt«, formuliert eine Anrainerin die Motivation. Als Sprecher der Bürger haben sich die Familien Hochgerner und Schwarzer zur Verfügung gestellt.  |  NOEN, Manuela Mayerhofer

Klar ist nach der letzen Gemeinderatssitzung: An der weiteren Planung für das Freibad soll gefeilt werden. Offen ist derzeit noch die Finanzierung für das laut Kostenschätzung zwei Millionen Euro teure Vorhaben. In einem Bericht informierte VP-Bürgermeister Werner Schmitzer im Zuge der Gemeinderatssitzung über den aktuellen Stand rund um die Vorarbeiten zur Sanierung des maroden Freibads.
Einen Tag nach der vorigen Sitzung hatte es ein Erstgespräch mit einem Experten der Firma Berndorfer gegeben.

„Das ist nicht finanzierbar“

In dieser Erstvariante, so Schmitzer, wäre das gesamte Areal um das Freibad einbezogen worden – ein ganzjährig nutzbarer Gastronomiebereich inklusive. Allerdings wäre bei dieser Variante ein Drittel der Parkplätze verloren gegangen. „Die Schätzkosten für diese Variante liegen bei 2,5 Millionen Euro“, so Schmitzer. „Das ist nicht finanzierbar.“

Er habe in einem Grobentwurf diesen Erstvorschlag überarbeitet. Und dieser „Plan B“ sieht ein neues Mehrzweckbecken mit Rutsche vor, ein Badbuffet mit Terrasse. „Alleine der Gastronomiebereich im Erstvorschlag hätte Kosten in Höhe von 500.000 Euro verursacht. Um die Kosten zu reduzieren, soll das Thema Gasthaus in Pyhra separat behandelt werden“, so Schmitzer. Die Kosten wären damit bei zwei Millionen Euro. „Was nicht heißt, dass das finanzierbar ist“, so Schmitzer.

Der Gemeinderat war einhellig der Auffassung, dass dieser Lösungsansatz für das Freibad weiterverfolgt werden soll. Beschlossen wurde, das alte Badbuffet sowie das Loiskandl-Haus zu schleifen. „Würde man mit dem Badeareal weiter nach Süden rücken, so bringt man dort nicht nur das Freibad unter, es blieben dadurch die Flächen –  wo derzeit noch das Badbuffet und Loiskandl-Haus stehen – der Gemeinde zur Nachnutzung zur Verfügung“, so Schmitzer abschließend.

Bevölkerung will sich für das Freibad einsetzen

Mittlerweile hat sich eine große Gruppe von Bürgern gebildet, die durchaus auch bereit sind mitzuhelfen, wenn es um den Erhalt des Freibads in ihrer Gemeinde geht.

„Wir wollen einfach aufzeigen, dass das Interesse am Erhalt des Bades sehr groß ist. Wir wären gerne bereit, wenn es um die Finanzierung geht mitzuhelfen“, betont Anneliese Hochgerner, Sprecherin der Initiative.
Als im Gemeinderat der Beschluss gefasst wurde, dass das Bad heuer nicht in Betrieb geht, wurde auch ins Auge gefasst, den Betrieb für 2016 zu bewerkstelligen. „Das wäre auch unser Wunsch“, so Anneliese Hochgerner.