St. Pölten

Erstellt am 19. Juli 2016, 07:13

von Maria Prchal

Auf Pokémonjagd in der Landeshauptstadt. Die neue Handy-App „Pokémon-Go“ macht auch vor St. Pölten nicht Halt. Der Spiele-Hype birgt aber ebenso seine Gefahren.

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Vor zwanzig Jahren kam mit Pokémon eine der erfolgreichsten Spieleserien auf den Markt. Nun erleben die Taschenmonster ein Revival – allerdings nicht am Nintendo oder als Kartenspiel, sondern als erste App, die erfolgreich das Prinzip der „augmentend reality“ (veränderte Realität) umsetzt.

Fangen, trainieren und duellieren

Wie in den originalen Serien kann der Spieler Pokémon fangen, trainieren und gegen andere antreten. Nur diesmal muss er dafür das eigene Wohnzimmer verlassen: „Mit der installierten App sieht man auf seinem Handy eine Straßenkarte, und an irgendeinem Punkt taucht dann ein Pokemon auf. Hier schaltet sich die Handykamera ein, und auf dem Bildschirm wird eine 3D Version des Pokemon projiziert“, erklärt Medieninformatikstudent Michael Traxler, der mit Kollegen eine ähnliche App programmierte, bei der man verschiedene Stationen in Wien abwandern musste.

Augmented Reality als Gefahr?

Seit wenigen Tagen ist die verifizierte Version von „Pokémon Go“ für alle Betriebssysteme verfügbar, und der Anblick von durch die Straße ziehenden „Pokémon-Trainern“ wird immer normaler. Doch diese sind nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern viele Mitzwanziger. „Die Leute die das vor zehn, zwanzig Jahren gespielt haben sind jetzt natürlich auch wieder unterwegs“, meint Traxler, dass der Hype nicht nur durch die innovative Technologie, sondern vor allem durch Nostalgie zu erklären sei. So lud beispielsweise die SJ schon zur „Pokémon Go-Wanderung“ – passend, befindet sich doch bei der SPNÖ-Zentrale eine „Arena“, in der Pokémon-Trainer gegeneinander antreten.

Die Konzentration auf Pikachu, Taubsi und Co. birgt aber auch Gefahren: „Ich befürchte, dass sich dadurch die Ablenkung noch zusätzlich steigert“, warnt Polizeistadtkommandant Franz Bäuchler, dass durch den Fokus aufs Handy, das Unfallrisiko erhöht sei. „Man kann nur immer wieder an die Eigenverantwortung appellieren.“

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