Erstellt am 25. Februar 2016, 05:09

von Mario Kern

Polizei strafte im Vorjahr 37.900 Mal. 2015 waren Polizeibeamte präsent wie noch nie. Mehr Kontrollen brachten mehr Raser, aber sogar weniger Alkolenker.

 |  NOEN, APA (Webpic)

Die häufigeren Kontrollen der Stadtpolizei im Vorjahr haben Früchte getragen, stellt Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler fest. „In verkehrspolizeilicher, aber auch in sicherheitstechnischer Hinsicht.“ Die erhöhte Präsenz habe sich vor allem auf die Zahl der ertappten Raser ausgewirkt: Mit rund 16.900 Schnellfahrern wurden 2015 mehr als noch 2014 erwischt (da waren es 13.600), allerdings wurden auch wesentlich mehr Messungen durchgeführt, wie Bäuchler betont. „Vor allem vor Schulen und Kindergärten haben wir Schwerpunkte gesetzt.“

Abschreckende Wirkung konnte erzielt werden

Bei den alkoholisierten Lenkern habe man bereits eine abschreckende Wirkung erzielt. Mit 320 Anzeigen bei knapp 33.000 Alkovortests im Stadtgebiet (2014 waren es nur 29.000) liegt man sogar unter den 360 im Jahr davor. „Früher hatten wir ähnlich viele Alkolenker, aber viel weniger Vortests. Recht viel mehr werden wir also nicht erwischen können.“ Der Prozentsatz sei verhältnismäßig gering, so Bäuchler. Insgesamt gab es 2015 37.900 Anzeigen und Organmandate – um rund 100 weniger als im Jahr davor.

Die vermehrten Kontrollen haben sich aber auch auf andere Weise bewährt, so der Stadtpolizeikommandant. Die erhöhte Polizeipräsenz spreche sich nämlich herum und erhöhe den Sicherheitsgedanken in der Landeshauptstadt. „Potenzielle Straftäter von außerhalb machen dadurch um St. Pölten einen größeren Bogen als früher. Sie sind vernetzt und wissen, wie präsent wir sind.“

VERKEHRSSTRAFEN

  • Anzeigen und Organmandate: 37.900 (2014: rund 38.000)

 

  • Alkovortests: 32.918 (29.000)

  • Alkoanzeigen 0,5 bis 0,8 Promille: 116 (2014: 150)

  • Alkoanzeigen über 0,8 Promille: 204 (210)

  • Drogenlenker: 23

 

  • Geschwindigkeitsübertretungen (ohne fixe Radarkästen): 16.910 (13.600)

  • Gurtpflicht verletzt: 930 (1.100)

  • Telefonieren am Steuer: 2.218 (2.300)

 

  • Unfälle: Bei 246 Unfällen mit Personenschaden wurden 262 (250) Menschen verletzt, einer (2014: zwei) getötet.

Schwerverkehr:

  • Überladung: 338

  • technische Mängel: 1.257

  • Ruhezeit nicht befolgt: 1.00