Erstellt am 01. Juni 2016, 16:21

von Daniel Lohninger

Positive Finanzbilanz der Stadt St. Pölten. Das beste Finanz-Ergebnis seit 15 Jahren erzielte die Stadt St. Pölten im vergangenen Jahr 2015.

 |  NOEN, Julia Kramer
Das zeigt der Rechnungsabschluss, den Bürgermeister Matthias Stadler heute im Rathaus präsentierte. Insgesamt erwirtschaftete die Landeshauptstadt einen Überschuss von mehr als acht Millionen Euro, die gleich in die Bildung von Rücklagen sowie die Finanzierung von Infrastruktur-Maßnahmen wie der Herrenplatz-Sanierung oder die Domplatz-Grabungen investiert wurden. Rein rechnerisch bleiben damit zu Jahresende insgesamt 170,87 Millionen Euro an Ausgaben und Einnahmen.

Für die gute Entwicklung der Stadt-Finanzen verantwortlich waren vor allem ein Plus bei den Ertragsanteilen sowie eine weitere Steigerung der gemeindeeigenen Steuern und Abgaben. So liegen die Kommunalsteuer-Einnahmen der Stadt mittlerweile bei 27,4 Millionen Euro – vor der Landeshauptstadt-Werdung vor 30 Jahren machten sie hingegen lediglich bei 4,1 Millionen Euro aus.

Kräftig investiert - Finanzlage trotzdem verbessert

„Wir haben im vergangenen Jahr kräftig investiert und konnten trotzdem die Finanz-Situation der Stadt deutlich verbessern“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Und Finanzdirektor Thomas Wolfsberger betonte, dass es sich um ein „sensationelles Ergebnis“ handle, das aber auch in Zukunft „sparsames Handeln“ notwendig mache.

Naturgemäß erst im nächsten Rechnungsabschluss wirksam wird der Swap-Vergleich. Die Stadt werde ihn im Laufe von zehn Jahren abbezahlen, betonte Stadler. Bei der derzeitigen Finanzlage könne St. Pölten damit auch in Zukunft Rücklagen bilden und die Schulden weiter reduzieren. Die belaufen sich derzeit auf 83,8 Millionen Euro, wobei hier auch noch die Krankenhaus-Altlasten (Krazaf-Lücke & Co) einberechnet sind.