Erstellt am 14. April 2017, 12:19

von Lisa Röhrer

James Cottriall im Interview: „Musik ist wie Therapie“. James Cottriall gibt in Böheimkirchen Einblick in neues Album. Im NÖN-Gespräch erzählt er, warum ihn das „back to the roots“ bringt und was seinen Beruf ausmacht.

Freuen sich schon auf das Konzert: Pub-Inhaber Anton Kratky, James Cottriall und Sängerin Nataly Fechter, die als Support auftritt.  |  NOEN, Lisa Röhrer

Mit Hits wie „Unbreakable“ und „Givin‘ up“ hat sich James Cottriall längst über die Grenzen Österreichs hinaus einen Namen gemacht. Mit seinen neuen Songs im Gepäck kommt der Popstar am Samstag, 13. Mai, ins Böheimkirchner Pub „Cheers“.

NÖN: Du wohnst mittlerweile in Los Angeles, spielst Konzerte in ganz Europa und nimmst in Nashville gerade dein nächstes Album auf. Da bleibt noch Zeit für ein Konzert in Böheimkirchen?
James Cottriall: Na sicher! Ich habe im Vorjahr schon am Parksound in Böheimkirchen gespielt, da war die Stimmung großartig. Ich habe das Gefühl, meine Musik kommt in der Region gut an. Das Publikum konnte bei jedem der Songs mitsingen – auch bei den weniger bekannten. Das hat mich begeistert.

Hast du nicht auch zu St. Pölten eine besondere Verbindung?
Ja, meine Frau kommt von hier und meine Schwiegereltern wohnen da. Wir haben auch noch einen Zweitwohnsitz in der Stadt. Bald kommt dann auch Tochter Cotriall zum ersten Mal nach St. Pölten. (Anmerkung: James ist im Dezember Vater geworden)

Beim Parksound habt ihr in voller Besetzung gespielt, diesmal ist ein unplugged Konzert geplant...
Genau, darauf freue ich mich besonders. Der Auftritt bringt mich ein bisschen „back to the roots“. Ich habe während meines Studiums in Wien als Straßenmusiker begonnen. Dann habe ich „Unbreakable“ aufgenommen und an Radiosender geschickt. Ich habe mir gedacht, wenn sie es nur einmal in der Nacht spielen, ist das schon ein Erfolg.

Es war sogar mehr als das. Der Song schaffte es auf Platz eins in den Ö3-Hörercharts.
Ja, unglaublich! Unplugged habe ich seitdem schon lange nicht mehr gespielt. Das wird richtig cool – alleine spielen ist einfach ehrlicher und direkter.

Wird im „Cheers“ vom neuen Album schon was zu hören sein?
Ja, ich werde die nigelnagelneuen Lieder in Böheimkirchen zum ersten Mal präsentieren. Im Herbst habe ich dann eine europaweite Tour mit dem neuen Album geplant.

Was können deine Fans von den neuen Songs erwarten?
Also eines wird sich nie ändern: Die Gitarre steht im Mittelpunkt. Trotzdem sind sie etwas anders als frühere. Man könnte sagen sie sind ein bisschen „dirtier“ (lacht).

Was ist für dich das Besondere an der Musik und an deinem Beruf?
Musik ist für mich Therapie. Ich liebe das Singen und Schreiben. Alles was hinter den Kulissen passiert, finde ich uninteressant. Meine Songs sind auch zu 99 % biographisch, wer meine Konzerte besucht, kennt James – ohne mit mir gesprochen zu haben.

Hast du musikalische Vorbilder?
Viele – eines davon ist sicher Ed Sheeran. Außerdem der King – Michael Jackson. Bei ihm finde ich gar nicht so sehr die Performance, sondern vor allem seinen Gesang und die Atemtechnik spannend.

Ist das auch die Musik, die du privat hörst?
Ich höre wirklich alles – von Metallica bis Norah Jones. Manchmal sogar Klassik.