Erstellt am 13. April 2017, 12:12

von Daniel Lohninger

Ein neues Grätzl entsteht in St. Pölten. Zwischen Bahnhof und Universitätsklinikum werden 200 Wohnungen errichtet.

Präsentierten die Pläne für das Quartier Zentral zwischen Bahnhof und Universitätsklinikum: CORAG-Geschäftsführer Christian Bahn, Semper-Constantia-Immo-Invest-Geschäftsführer Alexander Budasch, VBV-Vorstandsvorsitzender Heinz Behacker, Erste-Immobilien-KAG-CEO Peter Karl und Stadtchef Matthias Stadler.  |  NOEN, APA/Bollwein

Der St. Pöltner Bauboom bringt jetzt auch die großen Immobilien-Player Österreichs in die Stadt. Der Wiener Immobilien-Entwickler CORAG Real Estate errichtet auf dem ehemaligen Jägerbau-Areal zwischen Bahnhof und Universitätsklinikum das Quartier Zentral mit insgesamt 200 Wohnungen.

200 neue Wohnungen werden auf dem ehemaligen Jägerbau-Arealentstehen. Die Bagger sind bereits aufgefahren.  |  NOEN, Daniel Lohninger

Finanziert wird das 30 Millionen Euro teure Projekt von Semper Constantia Immo Invest, der VBV-Vorsorgekasse und der Erste Immobilien Kapitalanlagegesellschaft. Bis Mitte 2018 entstehen in zwei Bauteilen in der Maximilianstraße und der Kerensstraße 130 neue Wohnungen. Im dritten Bauteil werden an der Kremser Landstraße weitere 70 Wohnungen sowie Geschäftsflächen errichtet.

„Ein Filet-Grundstück in der Stadt“

Von den 5.000 Wohneinheiten, die in der Stadt derzeit errichtet oder geplant werden, wollen sich die Entwickler durch die Quartier-Idee klar unterscheiden. „Etwas in dieser Form gibt es in St. Pölten noch nicht – und das auf einem der Filet-Gründe in der Stadt,“ streicht Bürgermeister Matthias Stadler (SP) die Einzigartigkeit des Quartier Zentral heraus.

Der Bauteil in der Maximilianstraße soll hochwertige und top ausgestattete Wohnungen bieten, der Bauteil in der Kerensstraße leistbaren Wohnraum. Viel Grün, Spielplätze und Terrassen in großzügig gestalteten Innenhöfen sollen das Quartier Zentral zu einem eigenen Grätzl im Gesundheitsbezirk machen. „Es wird ein ausgezeichnetes Quartier in einer ausgezeichneten

Lage und einer besonders dynamischen Stadt“, verspricht CORAG-Geschäftsführer Christian Bahn. Nur deshalb sei es gelungen, einige der wesentlichen Investoren Österreichs für St. Pölten zu begeistern.

Grundstückspreise  als Auslöser für Schritt nach St. Pölten

Vergleichbare Wohnqualität zu diesem Preis anzubieten sei in den anderen Landeshauptstädten – abgesehen von Eisenstadt – unmöglich, begründen die Projekt-Partner, warum sie erstmals den Schritt nach St. Pölten wagen. „Wir haben uns deshalb nicht für Wien, Salzburg oder Innsbruck, sondern für St. Pölten entschieden“, erklärt Geschäftsführer Alexander Budasch, warum die Semper Constantia Immo Invest erstmals mit einem Fonds in der NÖ-Landeshauptstadt investiert.

Durch geringe Grundstückspreise könne man in St. Pölten eine wesentlich höhere Objekt-Qualität erreichen als beispielsweise in Wien. Damit sei nachhaltiges Wachstum garantiert, eines der Kriterien des Fonds. Auch die Immo-Fonds von Erste und VBV haben als Kriterium, dass sie in nachhaltige Projekte investieren. Dabei geht es nicht nur um Wachstumspotenzial, sondern auch um soziale und ökologische Nachhaltigkeit. In der Bauausführung wird deshalb Niedrigenergie-Standard erreicht, auch eine Nachhaltigkeitszertifizierung wird angestrebt.

Bagger und Kräne sind bereits aufgefahren. Der Baubescheid ist da, die archäologischen Grabungsarbeiten sind abgeschlossen. Dabei wurden Funde aus Jungsteinzeit, Bronzezeit und Römerzeit gemacht. Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden zum Glück keine entdeckt.