Erstellt am 04. Mai 2016, 05:34

von Beate Steiner

Radparkplatz-Not in der Bahnhofgarage. Biker stellen ihre Räder überall in der Park & Ride-Anlage ab, bevorzugt auf dem Behindertenparkplatz. ÖBB: "Lösung geplant"

Radlchaos: Die Radabstellplätze für Pendler sind überfüllt, der Behindertenparkplatz zweckentfremdet.  |  NOEN, Beate Steiner

"Das geht gar nicht", erregt sich Walter Heimerl, Aktivist bei den "Kühnen. jetzt“.  Denn sein Rad, das er auf einem Autoparkplatz in der Pendler-Garage abgestellt hatte, fand er nach seiner Rückkehr aus Wien auf dem Behindertenparkplatz wieder – neben zahlreichen anderen Radln, die keinen offiziellen Radabstellplatz mehr gefunden hatten.

„Dass ein ÖBB-Sicherheitsmann mein Rad ausgerechnet auf den Behindertenparkplatz verschoben hat, wo doch jede Menge anderer Autoabstellplätze vorhanden sind, ist nicht in Ordnung“, beschwert sich der passionierte Radfahrer. Und er fragt sich auch, warum zu wenige Radparkplätze vorhanden sind.


ÖBB verwundert über Nutzungsverhalten 

„Dem ist nicht so“, kontert Christopher Seif, Pressesprecher der ÖBB: „Im westlichen Teil der Park & Ride-Anlage sind durchschnittlich die Hälfte der Fahrradabstellplätze verfügbar.“ Es verwundere ihn, dass die Radler diesen nur 100 Meter entfernten Stellplatz nicht nutzen.

„Ungeachtet dessen bestehen Pläne für eine Bike & Ride Erweiterung in St. Pölten, wofür aber positive Vertragsverhandlungen mit dem Land NÖ und der Stadtgemeinde St. Pölten Voraussetzung sind“, so Christopher Seif.