Erstellt am 25. Oktober 2017, 12:16

von Daniel Lohninger

Regionalpolitiker rechnen mit Schwarz-Blau. Laimer und Stadler erwarten VP/FP-Regierung, FP-Otzelberger auch. VP legt sich nicht fest.

Matthias Stadler erwartet Schwarz-Blau als Folge desRechtsrucks.  |  Vorlaufer

Geht es nach den Politikern in der Stadt und im Wahlkreis, hat bei den Koalitionsverhandlungen Schwarz-Blau klar die Nase vorn.

„Schwarz-Blau scheint so gut wie fix zu sein“,

„Schwarz-Blau scheint so gut wie fix zu sein“, legt sich Robert Laimer von der SP fest. Die Sozialdemokraten seien zwar zu Regierungsverantwortung bereit, anbiedern sollten sie sich aber nicht. Laimer: „Wir sind für die Oppositionsarbeit gerüstet.“ SP-Bezirksvorsitzender Matthias Stadler sieht diese Koalition auch als Folge des Rechtsrucks am Wahltag: „Viele Wähler werden in den kommenden Jahren über ihre Entscheidung aber einiges nachdenken.“

Nicht festlegen wollen sich die VP-Parlamentarier. „Ich wünsche mir eine stabile Regierung unter Einbindung von möglichst allen Parteien“, meint VP-Abgeordneter Fritz Ofenauer. Derzeit habe es aber ohnehin den Anschein, dass die FP von der SP eher bekomme, was sie will, als von der VP.

„Wir brauchen wieder einen wertschätzenden Umgang miteinander in der Politik“

Ähnlich sieht das Hans Jörg Schelling, der aber bestreitet, grundsätzlich gegen Schwarz-Blau zu sein: „Wir werden sicher mit allen Parteien reden und schauen, mit welcher sich möglichst viele der VP-Inhalte umsetzen lassen.“ Das erwartet auch Johann Höfinger. Wichtig ist ihm eine Änderung der politischen Kultur: „Wir brauchen wieder einen wertschätzenden Umgang miteinander in der Politik.“

Nur Johannes Schmuckenschlager legt sich auf Schwarz-Blau fest: „Mit der FP gibt es inhaltlich die größte Schnittmenge.“ Wünschenswert wäre für ihn allerdings, dass auch die NEOS in irgendeiner Form in die Koalition eingebunden werden.

Otzelberger: „SP nicht zu ihrem Glück zwingen“

Mit Schwarz-Blau rechnet in der Landeshauptstadt nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die FP. „Wir können die SP nicht zu ihrem Glück zwingen“, erklärt FP-Stadtparteichef Klaus Otzelberger. Wichtig sei, dass in der nächsten Regierung freiheitliche Ideen umgesetzt werden. „Das sind wir den Bürgern schuldig“, meint Otzelberger.

Zurückhaltender gibt sich VP-Vizebürgermeister Matthias Adl. Die künftige Koalition müsse jedenfalls „einen neuen Stil des Regierens“ gewährleisten.

Darauf hofft auch Grün-Gemeinderat Markus Hippmann. „Ich würde mir eine Minderheitsregierung mit wechselnden Mehrheiten wünschen – das wäre einmal ein neuer Weg“, hofft Hippmann.