Erstellt am 06. Februar 2018, 04:08

von Alex Erber

SP hofft noch auf ein zweites Mandat. Listenzweiter Pfeffer glaubt nicht mehr an Einzug. Bezirks-Chef: „Gäbe noch drei Mandate.“

Herbert Pfeffer nimmt zu politischer Zukunft noch nicht Stellung.  |  NOEN, Schwab

Betrachtet man die Mandatsverteilung bei der SP vor und nach der Nationalrats- beziehungsweise Landtagswahl, so sind Stadt und Bezirk St. Pölten faktisch halbiert. Vor der Nationalratswahl gab es zwei Mandatare (Anton Heinzl, Johann Hell), jetzt hält Robert Laimer die sozialdemokratischen Fahnen hoch.

Auf Landtagsebene das gleiche Bild: Heidemaria Onodi und Ilona Tröls-Holzweber sind nicht mehr vertreten, Kathrin Schindele ersetzt das Duo. Und schaut man noch genauer hin, stellt die Stadt-SP beide Mandatare, die Hochburgen im Umkreis (Purkersdorf, Wilhelmsburg oder Traismauer) gingen leer aus.

Entscheidung wird im März getroffen

Oder doch nicht? „Die letztendlichen Entscheidungen in der SP NÖ werden in der Vorstandssitzung im März getroffen. Tatsache ist, dass die VP die absolute Mehrheit gehalten hat und die SP kein Mandat dazu gewonnen hat“, erläutert Bezirksgeschäftsführer Harald Ludwig.

Laut Bezirksparteivorsitzendem Matthias Stadler hat Traismauers Bürgermeister Herbert Pfeffer, hinter Schindele Zweiter auf der Wahlkreisliste, zumindest noch theoretische Chancen. Zwar spricht er von einem Wermutstropfen, dass der Bezirk in der Mandatsvergabe nicht so gut vertreten ist, betont aber: „Vielleicht gelingt es ja in einem zweiten Anlauf. Wir haben in Niederösterreich einen Spielraum von drei Mandaten.“

Pfeffer: „Es dürfte für Einzug nicht reichen“

Pfeffer selbst gibt sich hingegen wenig Illusionen hin: „Ich denke, dass das Rennen gelaufen ist, für meinen Einzug in den Landtag dürfte es nicht reichen“, stellt er fest.

Der Stadtchef empfindet es allerdings als seltsam, dass etwa die Stadt Ternitz mit Rupert Dworak und Christian Samwald zwei Mandatare stellt und der Bezirk St. Pölten-Land „nur“ noch mit Kathrin Schindele vertreten ist: „Gerade jetzt, wo ja unser Bezirk gewachsen ist und sogar bis an die Tore von Wien reicht.“