Erstellt am 27. November 2015, 10:23

von Beate Steiner

Registrierkassen: „Noch viel Info nötig“. Unternehmer und Selbstständige wissen noch nicht, wie sie die kommende Registrierkassenpflicht in die Praxis umsetzen.

Helmut Schebesta hielt vor rund 200 Interessierten im Audi Max der FH St. Pölten einen Vortrag über die Registrierkassenpflicht. Foto: privat  |  NOEN, privat
Sie bleibt Diskussionsstoff bei Unternehmern und Selbstständigen – die Registrierkassenpflicht ab 1. Jänner 2016. „Es herrscht eine gewisse Verunsicherung“, bestätigt Gernot Binder, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer. Und: „Da ist noch viel Information nötig.“

Vor allem deshalb, weil viele der betroffenen Unternehmer — deren Jahresumsatz 15.000 Euro übersteigt – das erste Mal vor der Herausforderung stehen, sich eine Registrierkassa anzuschaffen. Und da ist Vorsicht geboten, bestätigt Helmut Schebesta von der Steuer- und Unternehmensberatergruppe Schebesta und Holzinger, denn: „Nicht alles, was zurzeit an Registrierkassen zum Kauf angeboten wird, entspricht den gesetzlichen Bestimmungen oder ist in der Praxis als Lösung tatsächlich geeignet.“

Dazu kommt, dass ein Jahr später, also am 1. Jänner 2017, zur Registrierkassenpflicht auch noch die „Sicherheitsverordnung“ kommt: „Jede Registrierkasse muss mittels Chip manipulationssicher gemacht werden“, erklärt Helmut Schebesta. Das sorgt für zusätzliche Unsicherheit bei denen, die betroffen sind, weiß Wirtschaftskammer-Experte Binder, weil oftmals individuelle Lösungen gefragt sind.

Unternehmensberater Schebesta bestätigt das aus seiner Erfahrung, und: „Fest steht – es gibt Registrierkassenlösungen unter 1.000 Euro, das Finanzministerium gewährt bis 31. März Straffreiheit für die, die noch keine Registrierkassa angeschafft haben.“