Erstellt am 01. Dezember 2015, 15:13

von Mario Kern

Salzer Industriellen-Chef. St. Pöltner Unternehmer ist neuer Präsident der NÖ Industriellenvereinigung. Für die Stadt als Industriestandort wünscht sich Thomas Salzer eine internationale Schule.

Übergabe an der Spitze der Niederösterreichischen Industriellenvereinigung: Thomas Salzer (l.) folgt auf Johann Marihart, der acht Jahre lang Präsident der Interessensvertretung der Industrie des Landes war. Salzer ist auch im Bundesvorstand der Industriellenvereinigung.  |  NOEN, IV NÖ/Andi Bruckner

Der städtische Unternehmer Thomas Salzer vertritt seit der Vorwoche die Anliegen von 400 Industrie-Betrieben in Niederösterreich – der 47-Jährige ist zum neuen Präsidenten der NÖ Industriellenvereinigung gewählt worden. Er folgt damit auf Agrana-Vorstandsvorsitzenden Johann Marihart.

 „Eine Abwanderung von St. Pölten kam für uns eigentlich nie in Frage.“ 

Salzer war 1995 ins heimische Familienunternehmen Salzer eingestiegen. Er leitet seit 2002 als Geschäftsführer die Salzer Papier GmbH und ist seit 2006 Geschäftsführender Gesellschafter der Salzer Holding GmbH, zu der auch die Kunststoff produzierende Salzer Formtech und Salzer Industrie Service gehören. Salzer fühlt sich mit der Landeshauptstadt eng verbunden: „Eine Abwanderung von St. Pölten kam für uns eigentlich nie in Frage.“ Trotzdem gebe es Aufholbedarf in Niederösterreich – so sei eine Eindämmung des überbordenden Bürokratieaufwandes nötig und eine Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Als Erfolgsfaktor für den Raum St. Pölten sieht er Fachkräfte. Mit HTL und FH seien wichtige Ausbildungsstätten vor Ort. „Was noch fehlt, wäre etwa eine internationale Schule, um die Stadt auch für hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland attraktiv zu machen.“