Erstellt am 02. Januar 2016, 06:23

von Inge Moser

Sanierung rückt näher. /Bezirkshauptmannschaft hat Arbeiten ausgeschrieben, Anbotsfrist läuft bis 9. Februar. Danach könnten auf dem verseuchten Gelände schon bald die Bagger auffahren.

 |  NOEN, Inge Moser

Nach fast 15 Jahren soll es jetzt endlich so weit sein: Die Altlasten beim Rattenender-Areal am linken Traisenufer könnten in absehbarer Zeit entsorgt werden. Dort dümpelt kontaminiertes Material, Altöl und vieles mehr vor sich hin und oft steht zwischen Lagerhallen und Containern Wasser mit Ölfilm. Wie die NÖN berichtete, war lange unklar, wer die Finanzierung übernimmt, da der Grundstückseigentümer nicht zahlen könne.

Nachdem das Umweltministerium sich bereit erklärt hatte, konnte die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten seit Februar die Ausschreibungsunterlagen für die Entsorgungsarbeiten vorbereiten. Doch erst jetzt, im Dezember, hat die Bezirksbehörde als Vollstreckungsbehörde eine europaweite Ausschreibung für die Abgabe eines Sanierungsangebotes veröffentlicht.

„Die Ausschreibungsunterlagen wurden mit der Bundesaltlastensanierungs-Gesellschaft BALSA entwickelt und legen fest, welche Sanierungsleistungen zu erbringen sind“, so Bezirkshauptmann-Stellvertreter Christian Steger.

Unternehmen haben bis zum 9. Februar Zeit, ein Angebot bei der BH abzugeben. Nach Prüfung und Vergabe der Angebote kann mit den Arbeiten begonnen werden, „dann stehen auch die Kosten fest“, erklärt Steger. Die Finanzierung übernimmt das Umweltministerium für Land- und Forstwirtschaft, die BH werde aber weiter versuchen, die Kosten vom Verursacher einzutreiben.

Wesentlich erleichtern werden die Entsorgungs-Arbeiten durch die sanierte Engelbauer-Brücke, die jetzt auch von Lkw mit bis zu 45 Tonnen befahren werden kann.