Erstellt am 17. März 2016, 14:34

von Manuela Mayerhofer

"Schutz der Bäume sollte Priorität haben". Umweltgemeinderätin fordert behutsame Nutzung des Parks. "Der Park wurde für Events hergerichtet", so der Markt-Kommisär.

Stefan Pichler, Umweltgemeinderätin Margareta Dorn-Hayden und Gärtner Nikolaus Nachtmann bei der Begehung des Parks in Böheimkirchen.  |  NOEN, Mayerhofer

Um die Sommerlindenallee für die nächsten Generationen zu erhalten,  ist eine entsprechende Pflege notwendig. Auch bei Veranstaltungen sollten die Bäume geschont werden“, fordert Umweltgemeinderätin Margareta Dorn-Hayden.

Damit die Bäume schöne Kronen bilden, sei noch vor dem Sommer ein Rückschnitt der Leittriebe erforderlich. Das haben die Fachleute,  im Zuge einer Begehung des Parks empfohlen. 

Irreversible Schäden durch Bodenverdichtung 

Durch den Rückschnitt soll auch das Fahren von Fahrzeugen auf den angelegten Wegen ermöglicht werden, ohne dass die jungen Bäume dabei beschädigt werden. „Es sollte vermieden werden, dass schwere Transporter abseits der Wege direkt zwischen den Bäumen fahren. Denn dann sind die jungen Bäume in absehbarer Zeit wieder kaputt“, so Margareta Dorn-Hayden. Bei den befestigten Wegen sei der Unterbau dementsprechend hergerichtet und belastbar, so Baumexperte Stefan Pichler, von der Arbeitsgruppe Baum: „Fahren Schwertrasporten hingegen zwischen den Bäumen über das Erdreich, führt das zu einer Verdichtung des Bodens, das Wasser wird heraus gequetscht und die Wurzel sterben ab. Die Schäden sind irreversibel.“

Wünschenswert wäre, so Dorn-Hayden, dass etwa beim Jakobi-Kirtag das Hauptaugenmerk bei Familien mit Kindern liegt und nur kleinere Fahrgeschäfte künftig im Park aufgestellt werden. Auch die Gastronomie solle im Park verbleiben.  „Der Park soll selbstverständlich für Veranstaltungen genutzt werden, aber behutsam. Der Schutz der Bäume sollte trotzdem Priorität haben“, so Margareta Dorn-Hayden.

Markt-Kommissär Franz Haubenwallner betont, er sei für Ideen offen, glaube aber, dass durch die erfolgte Verbreiterung der Allee die Bäume nicht mehr so in Mitleidenschaft gezogen werden wie früher. „Wir haben den Park hergerichtet für die Veranstaltungen. Was die Fahrgeschäfte betrifft, so können wir uns nicht immer aussuchen, was wir herbekommen“, so Haubenwallner.