Erstellt am 30. Oktober 2015, 05:42

Seit vier Jahren kein Wirt beim Friedhof. Familie Gastecker wird 2016 entscheiden, wie es mit dem leer stehenden "Hubertushof" weitergehen wird.

Seit 2013 ist der leer stehende „Hubertushof“ in der Goldegger Straße im Besitz der Familie Gastecker. Die Pläne für den Neubau eines Beherbergungsbetriebes an dieser Stelle sind bereits fertig.  |  NOEN, Lohninger

Wenn zu Allerheiligen die St. Pöltner wieder in Scharen auf den Hauptfriedhof gehen, gibt es eines immer noch nicht: einen „Friedhofswirt“. Seit 2012 steht der ehemalige Hubertushof in der Goldegger Straße leer.

Seit 2013 herrscht Stillstand

Im Herbst 2013 kaufte ihn der Loosdorfer Autohaus-Besitzer Gerhard Gastecker – und trotz ehrgeiziger Pläne ist seither zumindest baulich nichts passiert. Scheiterten die ursprünglichen Pläne noch daran, dass sich die Bauordnung zwischenzeitlich geändert hatte und die Planungen entsprechend adaptiert werden mussten, sind jetzt eigentlich alle Weichen gestellt. „Die Pläne sind fertig. Jetzt geht es nur mehr um die Umsetzung“, erklärt Gastecker auf NÖN-Anfrage. Die scheitere derzeit noch an Details, für ihn ist aber klar: „Die Entscheidung fällt im nächsten Jahr. Beginnen wir dann nicht mit den Arbeiten, muss ich mir was anderes überlegen.“

"Die Lage ist großartig"

Interessenten für den Kauf der Liegenschaft gebe es mittlerweile zwar mehrere, Gastecker will aber eigentlich nicht verkaufen. „Die Lage ist großartig, die Pläne für das neue Gasthaus auch. Ich bin mir sicher, dass das eine Bereicherung für die Stadt werden wird.“ Der Friedhof als Frequenzbringer – pro Jahr finden hier etwa 550 bis 600 Begräbnisse statt – sorge zudem für eine solide Grundauslastung.

Sollten Gasteckers Pläne umgesetzt werden, wird der alte „Hubertushof“ abgerissen und ein viergeschoßiges Hotel mit Gastronomie- und Cafébetrieb sowie 50 bis 60 Betten hier entstehen.