Erstellt am 15. Oktober 2015, 05:12

von Mario Kern

Seitensprünge bei den Meisterkonzerten. Angelika Kirchschlager, Daniela Fally und Robert Holl begeben sich bei den 22. Meisterkonzerten auf musikalische Abwege. ST. PÖLTEN / 

Angelika Kirchschlager eröffnet am 18. Oktober die Meisterkonzerte im Cityhotel D&C.  |  NOEN, Lukas Beck

Ungewöhnliche Kombinationen musikalischer Natur bieten die diesjährigen Meisterkonzerte der Landeshauptstadt im Cityhotel D&C: Da singt Kammersängerin Angelika Kirchschlager am Sonntag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr mit Sona MacDinald und Werner Mai Songs aus bekannten Musicals. Da wartet Bass-Wunder Robert Holl am Sonntag, 21. Februar, gemeinsam mit Intendant Robert Lehrbaumer mit Wachauer Liedern auf. Und da intoniert Sopran-Star Daniela Fally am Sonntag, 24. April, mit den Wiener Virtuosen Filmmusik von Walt Disney Streifen.

"Große Namen sind Glücksfälle"

„Das sind stilistische Seitensprünge, die vielfältige Abende bedeuten“, erklärt Robert Lehrbaumer. Die großen Namen – Kirchschlager, Fally, Holl –  seien Glücksfälle. „Sie sind durch meine persönlichen, auch freundschaftlichen Kontakte zu den Künstlern zustande gekommen.“

In der mittlerweile 22. Auflage der Konzertreihe wartet Intendant Lehrbaumer diesmal mit sechs Konzerten auf. Zu den Konzerten mit den drei Stars kommen noch ein Konzert von Pianist Michel Bourdoncle mit Brassisimo (am Samstag, 14. November) sowie eine Begegnung von Koloratursopran Stefanie Gygax mit Flötist Claudi Arimany und Pianist Bertrand Giraud (am Sonntag, 29. Mai).

Und – als Gratis-Zusatzkonzert – der Abend „Junge Meister“ mit „prima la musica“-Preisträgern aus der St. Pöltner Musikschule. „Die Förderung junger Künstler ist mir wichtig“, betont Robert Lehrbaumer.

Vielfältiges und attraktives Programm

Generell sei ihm ein möglichst vielfältiges und durch prominente Künstler attraktiviertes Programm ein alljährliches Anliegen, so Lehrbaumer. „Wir können mit den größten Veranstaltungen mithalten, obwohl wir nicht annähernd so viel Budget haben.“

Ob es die „Jungen Meister“ im nächsten Jahr wieder im Reigen der Meisterkonzerte geben wird, sei noch offen. „So etwas hängt natürlich immer vom Erfolg einer Veranstaltung ab.“