Erstellt am 06. April 2016, 17:44

Sonnenpark-Ersatz. Park-Frage / Initiative wirbt um Erhalt. Umwidmung von Ersatz-Areal ST. PÖLTEN / Die Band „3 Knaben Schwarz“ zollt am 9. April im Cinema Paradiso der Initiative „Sonnenpark bleibt!“ musikalischen Tribut – die Initiative

Jakob Redl, Vertreter der Plattform »Sonnenpark bleibt!«, über den Erhalt des Areals.  |  NOEN, Mario kern

Die Band "3 Knaben Schwarz" zollt am 9. April im Cinema Paradiso der Initiative "Sonnenpark bleibt!" musikalischen Tribut -  die Initiative selbst nutzt diesen Abend, um für ihre neue Online-Unterschriftenaktion zu werben.

„Aber nicht nur bis zur Wahl, sondern bewusst auch darüber hinaus. Wir wollen die Unterschriften für den Erhalt des Sonnenparks dem zukünftigen Gemeinderat mit auf den Weg in die neue Legislaturperiode geben“, erklärt Sprecher Jakob Redl. Warum für diesen Abend ein Termin knapp vor der Wahl gewählt wird, begründet die Initiative mit „der erhöhten Aufmerksamkeit in der Vorwahlzeit“. Wahlkampfstimmung soll bei dieser Veranstaltung aber keine aufkommen. „Im Gegenteil: Wir sammeln die Unterschriften, um nach der Wahl die Erhaltung des Sonnenparks gemeinsam mit allen Parteien zu fixieren.“

Suche nach „gangbarer Lösung für Beteiligte“

Die Rechtslage ist indes weiterhin unverändert: Die St. Pöltner Wohnungsgenossenschaft hat das als Bauland gewidmete Areal um 1,75 Millionen Euro gekauft. Mit dem Verein Sonnenpark und dem Künstlerverein Lames gebe es immer wieder Gespräche über die Situation im Naturjuwel, wird im Rathaus betont. „Dabei werden unterschiedliche Szenarien betrachtet“, erklärt Thomas Kainz vom städtischen Medienservice. „Diese beinhalten auch einen Verbleib des Sonnenparks. Wir suchen nach einer gangbaren Lösung für die Beteiligten.“

Da müssen sich die Freunde des Sonnenparks noch gedulden: Im aktuellen Stadtentwicklungskonzept ist keine Widmungsänderung für den Sonnenpark verankert.

„Wir wollen Stimmen sammeln als Zeichen der Unterstützung für den politischen Willen, den Sonnenpark zu erhalten.“ Jakob Redl

Laut Konzept gibt es allerdings eine Möglichkeit für ein Ersatzgrundstück südlich des Sonnenparks und der Landsbergerstraße: Die derzeitige Grünfläche ist im Entwicklungsplan der Stadt als mögliches Erweiterungsgebiet für Wohnbauzwecke vorgesehen.

Im Zuge der Erstellung des Konzeptes wurde auch geprüft, ob hier eine Umwidmung in Wohnbauland möglich sei – damit könnte der Genossenschaft theoretisch ein Ersatzgrundstück angeboten werden. Eine ausreichende Eignung dafür gebe es allerdings nicht, weiß Thomas Kainz: „Die Eignung konnte aufgrund des Bestandes der Parkanlage im Zuge der strategischen Umweltprüfung nicht nachgewiesen werden. Damit bleibt die derzeitige Situation aufrecht.“