Erstellt am 28. Juni 2016, 05:17

von Mario Kern

Grüne Oase bleibt Bauland. Beschluss zum Verkauf ist aufgehoben, Fläche wird aber nicht in Grünland umgewidmet. Vereine und Stadt werden demnächst Modalitäten für Park-Betrieb klären.

Der Sonnenpark bleibt erhalten. Nach dem Beschluss des Gemeinderates werden Stadt und Vereine die künftige Zusammenarbeit definieren. Thomas Schnabel  |  NOEN

Der Beschluss, den Sonnenpark zu belassen, ist nur der erste Schritt zur geregelten Nutzung des Grundstücks. Klar ist derzeit aber nur, dass eine Rückwidmung in Grünland nicht möglich ist, schon weil der Genossenschaft das Vorkaufsrecht zugestanden wurde.

Am Montag hat der Gemeinderat jedenfalls seinen Beschluss aus dem Jahr 2007, einen Teil des Sonnenparks an die Allgemeine gemeinnützige Genossenschaft zu veräußern, zurückgenommen. „In weiterer Folge sollen nun in Gesprächen unter Beiziehung von Juristen die genauen Modalitäten festgelegt werden“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler. Berücksichtigt werde damit der Wunsch aller Beteiligten nach einer klaren Festlegung von Befugnissen, Haftung und Betrieb. Um die unsichere Eigentümer- und Haftungssituation ehestmöglich zu klaren, sei das Thema so rasch wie möglich nach der Wahl behandelt worden, so Stadler.

Vereine haben Konzepte bereits übergeben

„Erst ein Vertrag erlaubt uns, mehrjährige Förderansuchen an Stadt, Land, Bund und EU zu stellen.“ Andreas Fränzl, Lames

Die Initiative „Sonnenpark bleibt!“ sieht mit dem Erhalt des Naturjuwels ihre Arbeit getan. Der Verein Sonnenpark hat Konzepte in der Hand, die „auch künftig in ein innovatives Parkbetreibermodell integriert werden sollen“, so Obmann Markus Weidmann-Krieger. Zusammenarbeit mit der Stadt soll vor allem dort entstehen, wo die Möglichkeiten des Vereins enden, wie bei Baumprüfungen, Genehmigungen und Brücken. Auch zum Thema Personensicherheit haben sich die Sonnenparkler Gedanken gemacht im Parkbewirtschaftungskonzept, das sie bereits dem Bürgermeister übergeben haben.

Ebenfalls Gedanken machen sich die Vereine über die notwendigen Geldmittel. Für eine Weiterentwicklung streben sie eine vertragliche Vereinbarung mit der Stadt an. „Erst diese erlaubt uns, mehrjährige Förderansuchen an Stadt, Land, Bund und EU zu stellen“, erklärt etwa Obmann Andreas Fränzl von Lames, der so ein Kunst- und Kultturzentrum etablieren will.