Erstellt am 02. Dezember 2015, 15:18

von Nadja Straubinger

Sorge um Jobs wegen Zielpunkt-Pleite. 21 Mitarbeiter in St. Pölten müssen um ihren Arbeitsplatz bangen. Ausständige Gehälter zahlt der Insolvenz-Entgelt-Fonds.

Eine Hiobsbotschaft wurde letzte Woche überbracht: die Lebensmittelkette Zielpunkt muss Insolvenz anmelden. 21 Mitarbeiter sind davon direkt in St. Pölten betroffen und 19 im Pielachtal. Die Filialen liegen in der Munggenaststraße und der Landsbergerstraße. Bei einer Schließung wäre die Nahversorgung durch andere Unternehmen weiter gewährleistet.

Zukunft der Filialen ist ungewiss

„Zielpunkt ist überschuldet und trotz intensiver Bemühungen durch alle Mitarbeiter und durch die Eigentümer hat sich die Lage in den letzten Wochen verschlechtert“, erklärt Unternehmenssprecherin Martina Macho, von der Pfeiffer Handelsgruppe. Vor drei Jahren hatte diese Zielpunkt übernommen. 60 Millionen bis 2018 seien für eine Rettung des Unternehmens notwendig.

Die Zukunft der Filialen ist ungewiss. Gestern wurde der Konkurs eröffnet. „Der Masseverwalter entscheidet über Filialschließungen und Kündigungen“, so Macho. Um das Novembergehalt und Sonderzahlungen brauchen sich Mitarbeiter aber nicht zu sorgen, diese werden aus dem Insolvenz-Entgelt-Fonds ausbezahlt.

In Vorbereitung ist bereits die Arbeiterkammer. Bezirksstellenleiter Andreas Windl: „Die Mitarbeiter werden von uns und der Gewerkschaft vertreten. Es wird auch Betriebsversammlungen dazu geben.“ Die Termine dafür werden in den nächsten Tagen fixiert. Der Startschuss dafür fällt, wenn die Insolvenz angemeldet wurde und der Insolvenzvertreter fixiert ist.