Erstellt am 05. Mai 2016, 15:34

von Mario Kern

Sozial-Anlaufstelle für Bahnhofsgebiet. ;Bürgermeister Stadler kündigt mehr Sozialarbeiter am Bahnhof an. Der Zeithorizont für einen stationären Betrieb ist unklar.

Mehr Präsenz von Sozialarbeitern soll es künftig in und rund um den Bahnhof geben. Wie das Modell genau aussehen soll, wird derzeit aber noch geprüft.  |  NOEN, Mario Kern

Die Sozialarbeit am Bahnhofsgelände soll künftig aufgestockt werden. Das stellt Bürgermeister Matthias Stadler in Aussicht. Geplant ist eine dauerhafte Anlaufstelle am Bahnhofsareal, um die Hemmschwelle für potenzielle Klienten niedrig zu halten.

Für dieses Projekt gebe es zwei Möglichkeiten: Es könnte zur mobilen Jugendarbeit-Gruppe „Nordrand“ – die bereits seit mehreren Monaten am Bahnhof tätig ist –  dazukommen oder aber von einem neu gegründeten Verein betrieben werden. „Einen Zeithorizont für das Projekt kann ich noch nicht nennen“, betont Stadtchef Stadler. Auch die genaue Anzahl der künftigen Sozialarbeiter könne noch nicht bestimmt werden.

Stadt arbeitet an einer optimalen Lösung

An einer optimalen Lösung werde seit mehreren Wochen gearbeitet, so Stadler. Eine Weiterführung der im Vorjahr eingestellten Beratungsstelle Ampel steht aufgrund ihres damaligen Arbeitsmarkt-Schwerpunktes nicht mehr zur Debatte. Das neue Modell sei aus präventiven Gründen erforderlich. „Die eigene Polizeidienststelle ist wichtig. Genauso wichtig ist aber auch, den Ursachen für Kriminalität und Gewalt auf den Grund zu gehen.“ Beide Maßnahmen seien eine Reaktion auf die erhöhte Frequenz. „Mit dem neuen Bahnhof und den attraktiven Fahrzeiten hat diese natürlich zugenommen“, verweist Stadler auf täglich gut 50.000 Personen, die das Areal benutzen.