Erstellt am 11. November 2015, 13:28

von Daniel Lohninger

SP-Promis beim Parteitag. Kanzler Werner Faymann und Verkehrsminister Alois Stöger werden dabei sein, wenn Matthias Stadler zum neuen Bezirkspartei-Vorsitzenden gewählt wird.

 |  NOEN, zVg

Die ÖBB-Werkstätte wird zur Kulisse für den Parteitag der (nach Linz-Stadt) zweitgrößten SP-Bezirksorganisation Österreichs. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass sich sowohl Bundeskanzler Werner Faymann als auch Verkehrsminister Alois Stöger angesagt haben. Im Mittelpunkt stehen wird die Wahl von Stadtchef Matthias Stadler zum neuen Bezirkschef.

„Mein Ziel ist ein möglichst gutes Ergebnis“

„Mein Ziel ist ein möglichst gutes Ergebnis“, gibt sich Stadler vor der Wahl durch die 480 Delegierten zurückhaltend. Inhaltlich will er sich darum bemühen, dass die neue Westbahn-Achse politisch noch stärker wahrgenommen wird, Bezirk und Stadt mehr zusammenwachsen. Eine der ersten Aufgaben des neuen Obmanns wird sein, die Purkersdorfer Region in die bestehende SP-Bezirksorganisation zu integrieren. „Klar ist, dass diese sechs Gemeinden auch entsprechend in unserer Parteistruktur berücksichtigt werden“, betont Stadler. Gemeinsame Themen zwischen St. Pölten und Purkersdorf gebe es jedenfalls viele.

Im Bewusstsein, eine schlagkräftige Organisation zu hinterlassen, verabschiedet sich Anton Heinzl aus seiner Funktion: „Wir sind auch eine Bezirksorganisation, die keine Schulden hat, und über Familiensilber im Wert von mehreren Millionen Euro verfügt.“ Seit 34 Jahren ist Heinzl in der Bezirksorganisation tätig, nach dem kommenden Wochenende ist damit Schluss – Heinzl scheidet komplett aus dem Parteivorstand aus. In der Stadtpartei bleibt er aber weiterhin Stellvertreter von Stadler. „Es ist die richtige Zeit, die Verantwortung an der Bezirksspitze zu übergeben“, so Heinzl. Aufgaben wie jene als Nationalratsabgeordneter und Verkehrssprecher der Bundes-SPÖ sowie Obmann der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Antifaschisten sorgen auch künftig dafür, dass der Harlander nicht unterbeschäftigt sein wird.