Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:08

von Mario Kern

Sparkasse hofft auf Zielpunkt-Nachfolger. Masseverwalter bemüht sich um Übernahme von Filialen. Sonst will Liegenschaftseigentümer in Landsbergerstraße aktiv werden.

In der Landsbergerstraße 9 soll es auch künftig einen Nahversorger geben. Falls der Zielpunkt-Standort nicht übernommen wird, wird der Eigentümer der Liegenschaft selbst aktiv.  |  NOEN, Mario Kern

Das Dienstverhältnis der 21 Mitarbeiter der beiden St. Pöltner Zielpunkt-Filialen ist noch aufrecht, versicherten Gewerkschaftsvertreter bei der Betriebsversammlung in St. Pölten. Das ausständige Gehalt werde in den nächsten Wochen ausbezahlt. Aktuell ist noch unklar, ob es Nachmieter für die Zielpunkt-Standorte geben könnte. Das soll Masseverwalter Georg Freimüller noch im Dezember prüfen. In die Zielpunkt-Pleite mit eingebunden ist auch Ulla Reisch, Wiener Partnerin der St. Pöltner Anwaltskanzlei Urbanek-Lind-Schmied-Reisch. Sie vertritt mit der Kanzlei SCWP die Schuldner: „Wir haben das Verfahren vorbereitet, den Insolvenzantrag eingebracht und unterstützen die Abwicklung durch den Masseverwalter bestmöglich.“

„Werden weitere Entwicklung abwarten“

Ob es in der Munggenaststraße 19 und in der Landsbergerstraße 9 wieder einen Supermarkt gibt, steht noch in den Sternen. Die Liegenschaft in der Munggenaststraße ist in Privatbesitz, jene beim Schwaighofcenter befindet sich im Eigentum Sparkasse NÖ Mitte West Stadtentwicklungs GmbH. „Von der Insolvenz von Zielpunkt haben wir aus den Medien erfahren. Nun versuchen wir, Klarheit zu schaffen, wie der Konkurs abgewickelt wird“, informiert Geschäftsführer Walter Wögerer.

Er will zuerst das Vorgehen des Masseverwalters abwarten. Man werde den Kontakt zu diesem suchen. Sollte dieser keine Lösung für den Markt finden, werde die Stadtentwicklungs-Gesellschaft aktiv: „Wir trachten in diesem Falle danach, wieder einen Nahversorger an den Standort zu bringen“, stellt Wögerer in Aussicht.