Erstellt am 08. Oktober 2015, 15:36

Spatenstich für Kerntangente Nord mit neuer Traisenbrücke. Landeshauptmann Erwin Pröll und St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler nahmen den Spatenstich für die Kerntangente Nord mit einer neuen Traisenbrücke in St. Pölten vor.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler nahmen am 8. Oktober 2015 des Spatenstich für die Kerntangente Nord mit einer neuen Traisenbrücke vor.  |  NOEN, Foto: Josef Vorlaufer
Mit der Kerntangente Nord wird der äußere Ring um die St. Pöltner Innenstadt geschlossen. Dieser äußere Ring soll das Zentrum über den Schulring, den Schießstattring, Praterstraße, Daniel-Gran-Straße, Eybnerstraße und Rennbahnstraße umschließen und mit einer neuen Traisenbrücke südlich der bestehenden Eisenbahnbrücke die Verbindung nach Wagram bringen. Dort wird die Kerntangente in die B 1 einmünden. Auf der neuen Kerntangente Nord wird mit einem Verkehrsaufkommen von rund 11.500 Fahrzeugen gerechnet.

Verkehrsentlastung für die Innenstadt

Die Kerntangente Nord ist eines der großen Projekte des Generalverkehrskonzeptes der Stadt St. Pölten. Mit dem Ausbau einer leistungsfähigen Ost-West Straßenverbindung, nördlich der Altstadt, zwischen der B1 Wiener Straße im Osten und der Praterstraße L 100 im Westen soll eine Entlastung der Straßenzüge zum Regierungsviertel / Kulturbezirk und zur Altstadt St. Pöltens erreicht werden.

Umfangreiches Bauprojekt

Das Bauprojekt beinhaltet den Neu- und Umbau der Willi Gruber Straße zwischen der B1 Wiener Straße und Eybnerstraße, die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Rennbahnstraße und Willi Gruber Straße, die Sanierung der Rennbahnstraße bis zur Klostergasse, die Sanierung der Eybnerstraße und Klostergasse, den Umbau des Kreuzungsbereiches Willi Gruber Straße - Eybnerstraße sowie Eybnerstraße - Herzogenburger Straße. Das Herzstück ist jedoch der Neubau der Brücke über die Traisen. Weiters ist auch der Umbau des Kreuzungsbereiches Daniel Gran Straße – Eybnerstraße für 2016 geplant.

165 m lange Brücke

Die Firma Habau, die aus dem Bieterverfahren als Bestbieter hervorgegangen ist, wird eine Sechsfeldbrücke mit einem Flusspfeiler und gestaffelten Feldweiten, mit Stützweiten zwischen 18 und 31 m, einer Gesamtlänge von 165 m und einer Breite von 14 m errichten. Im Süden ist ein Gehweg mit einer Breite von 2,5 m und einer Aussichtsplattform in Flussmitte vorgesehen. Im Norden kommt ein Geh- Radweg mit einer Breite von 4,0 m zur Ausführung. Im Bereich des westlichen Widerlagers der Brücke ist eine Lärmschutzwand vorgesehen, beginnend ca. 50 m vor der Brücke und endet ca. in Brückenmitte (Gesamtlänge rd. 125 m, Höhe 1,5 – 2,5 m). Die gesamte Projektlänge beträgt ca. 800 m. Die Bauaufsicht wird von der Stadt St. Pölten und vom Land NÖ gemeinsam durchgeführt.

5,7 Millionen Euro werden investiert

Die Gesamtbaukosten von 5,7 Millionen Euro werden zu je 50 % von der Stadt St. Pölten und dem Land NÖ getragen.

15 Monate Bauzeit

Nach Abschluss des Bieterverfahrens im September wird jetzt mit den Bauarbeiten begonnen. Die Verkehrsfreigabe ist Ende Jänner 2017 geplant.

Weichenstellung für den Verkehr

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll sieht in diesem Projekt „eine weitere wichtige Verbesserung der Verkehrssituation in der Landeshauptstadt. Seit 1988 wird damit alleine im Zentrum von St.Pölten die dritte neue Traisenbrücke errichtet.“ Die bereits bestehenden Traisenbrücken werden durch die neue Kerntangente entlastet, so Pröll. So werde die Brücke auf der Wiener Straße um rund 20 Prozent, die B 1-Traisenbrücke um rund 10 Prozent entlastet.

„St. Pölten nimmt seine Funktion als Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeits-Hotspot im Land wahr und vergisst dabei nicht auf den Verkehr. Mit der Umsetzung dieses wichtigen Projektes aus dem Generalverkehrskonzept werden die Weichen für die Entwicklung einer effizienten Verkehrsführung für die nächsten Jahre und Jahrzehnte im Zentrum der Landeshauptstadt gesetzt. Umso erfreuter bin ich, dass wir hier gemeinsam dieses so wichtige Projekt für die weitere Stadtentwicklung realisieren können und damit einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrsverteilung – nicht nur rund um das Regierungsviertel – leisten können“, so Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.