Erstellt am 29. März 2016, 11:37

von APA/Red

SPÖ: Schnellbahn-Konzept mit Drehscheibe St. Pölten. Die SPÖ NÖ fordert in einer Aussendung den Ausbau des S-Bahn-Verkehrs für Verbindungen in den Zentralraum.

SPÖ-Landesparteivorsitzender Matthias Stadler  |  NOEN, Foto: Marschik
"Niederösterreich braucht, so wie in anderen Bundesländern längst vorhanden, ein Schnellbahn-Konzept", sagte Landesparteivorsitzender Matthias Stadler, Bürgermeister von St. Pölten. Die Landeshauptstadt soll laut Stadler zentraler Knoten und Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr sein.

Zudem plädierte der Landesparteivorsitzende für die Einführung eines elektronischen Fahrausweises in Form eines Österreich-Personennahverkehr-Passes . Der Pass soll laut Aussendung - ähnlich wie Liftkarten beim Skifahren - automatisch beim Ein-und Aussteigen gelesen werden. Je nach Fahrtstrecke und Tarifsystem werden die Kosten in Cent pro Kilometer abgebucht.

Viele Aus- und noch mehr Einpendler

In St. Pölten gebe es rund 8.000 Auspendler, aber vier Mal so viele Einpendler, sagte der Vorsitzende der FSG , Bundesrat Rene Pfister: "Mehr als die Hälfte derjenigen, die nach St. Pölten pendeln, kommen aus dem Umland bzw. aus den Bezirken Krems und Lilienfeld." Der Öffi-Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen ohne Fußgänger und Radfahrer in der Landeshauptstadt betrage 23 Prozent, bei Pendlern 30 Prozent.

Obwohl St. Pölten im Vergleich zu Gesamt-Niederösterreich mit nur 17 Prozent Öffi-Anteil "gut abschneidet, gibt es noch 'Luft nach oben'", sagte Pfister. In Städten entlang von S-Bahnachsen mit entsprechend gut ausgebauter Infrastruktur wie Gänserndorf und Korneuburg liege der Öffi-Anteil bei bis zu 50 Prozent.